Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Ende der vierziger Jahre: Die junge Madeleine hat im Zweiten Weltkrieg alles verloren, Familie und Heimat. Ihr Traum, einen Neuanfang zu machen, erfüllt sich nicht. Als auch die Liebe zu Anton scheitert, wagt sie den großen Schritt. Madeleine schließt sich einer Gruppe deutscher Journalisten an, die als Erste über Frankreich nach Algerien reisen dürfen. Doch dort scheint sich schon der nächste Krieg anzubahnen. Nach vielen Jahren kehrt Ruth Rehmann mit einem großen Roman zurück, wie es ihn in Deutschland noch nicht gegeben hat: die Geschichte einer jungen Frau, die die Enge des zerstörten Europa der Nachkriegszeit hinter sich lässt und erst in der Fremde ihre eigene Geschichte versteht.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Ruth Rehmann: Ferne Schwester - Leseprobe beim Hanser Verlag
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 11.03.2010
So habe noch keiner über die Nachkriegszeit geschrieben, stellt ergriffen Helmut Böttiger über diesen Roman fest, als dessen Stationen er Heidelberg, Oberbayern, Algerien, Marseille und Paris benennt. Das Faszinierende wie Prekäre an diesem Buch von Ruth Rehmann besteht für den Kritiker in einer Mischung aus suggestivem Zeitkolorit und geschilderter intensiver Nächstenliebe, aus der "fast traumhafte Skizzen" entstehen, wie er schreibt. Dieser "interessante, überraschende Roman" sei daher voller unerwarteter Geschichten, oder "sinnlich aufgeladener, plastischer Situationsbilder", in denen Böttiger sich die allgemeine Lage jener Zeit spiegeln sieht. Auch gelingt es der 1922 geborenen Autorin, sehr authentisch den Lebenshunger ihrer von den Zeiten entwurzelten Protagonistin Clara einzufangen. Nur die Rahmenhandlung findet Böttiger eine Spur aufgesetzt.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.01.2010
Begeistert von der schillernden Erzählart des neuen Romans "Ferne Schwester" von Ruth Rehmann zeigt sich Joseph Hanimann. Die achtundsiebzigjährige Autorin legt nun nach zehnjähriger Pause eine Geschichte vom Ende des Krieges vor, in der eine junge Deutsche eine Reise von Berlin über Marseille nach Algier antritt, um sich, so der Rezensent, in den Nachkriegswirren selbst zu finden. Für Hanimann liegt die Besonderheit dieses Buches in der Reichhaltigkeit und Mehrdeutigkeit der Komposition und Figurendarstellung Rehmanns. Außerdem betont er ausdrücklich, dass dies der wohl erste deutsche Roman ist, der sich mit der Situation in Nordafrika nach dem Krieg beschäftigt, wo sich bereits ein weiterer Krieg anbahnt. Voller Lob äußert sich der Rezensent über den Klang des Buches, den, wie er meint, nur Autoren der Nachkriegsjahre beherrschen.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 24.10.2009
Als Sensation bezeichnet Rezensent Andreas Wirthensohn dieses "Alterswerk einer großen Verkannten" der Nachkriegsliteratur. Obwohl ihm diese plakative Zuschreibung dann angesichts des Feinsinns dieses autobiografisch grundierten Textes doch recht unzureichend erscheint. Zunächst staunt der Rezensent, wie frisch, lebendig und jung dieses Werk der Siebenundachtzigjährigen daher kommt, das seinem Eindruck zufolge der Roman einer ganzen Generation geworden ist: all jener, die zu jung waren, um im Nationalsozialismus persönlich schuldig zu werden, und die doch die geistigen und materiellen Verheerungen mit voller Wucht zu tragen gehabt hätten. Die Frau, die der Rezensent hier erzählen hört, entwickelt - wie er schreibt - in Briefen an eine "geistige" Schwester ihre Lebenskoordinaten. Es beginne in den letzten Kriegsmonaten und schildere auf dem Weg durch die Zeit auch die Geschichte einer Emanzipation, die für den Rezensenten voller Eindringlichkeit und "nicht zuletzt sprachlichen" Lebendigkeit ist. Im Vergleich dazu wirkt ein Buch wie beispielsweise die "autobiografischen Einlassungen des Zwiebelhäuters Günter Grass" auf ihn "peinlich selbstgefällig".
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








