Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Mark Edmundson

Sigmund Freud

Das Vermächtnis der letzten Jahre.

Cover: Sigmund Freud

Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), München 2009
ISBN-10 3421059314
ISBN-13 9783421059314
Gebunden, 281 Seiten, 22,95 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Erich Ammereller. Als die deutsche Wehrmacht 1938 in Wien einmarschiert, ist Freud bereits ein hochbetagter, vom Krebs gezeichneter Mann. Trotz seiner Krankheit lässt ihm die Bedrohung durch Hitler keine andere Wahl, als ins Exil zu gehen. Aber auch dort treiben ihn die dramatischen Entwicklungen in der einstigen Heimat um. In seiner letzten und umstrittensten Schrift entwickelt er die aufsehenerregende Theorie, dass Moses kein Jude, sondern Ägypter, und der Monotheismus eine ägyptische Erfindung war. Freud erkennt in Moses einen ganz eigenen Typus von Führergestalt und langt damit einmal mehr bei einem der zentralen Themen seiner späten Lebensjahre an: dem menschlichen Verlangen nach Autorität, das er nicht zuletzt durch den Nationalsozialismus befriedigt sieht.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Mark Emundson: Sigmund Freud - mehr Informationen bei der DVA

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 04.11.2009

Ludger Lütkehaus erkennt das Risiko, das der Autor mit seinem Vergleich zwischen Hitler und Freud eingeht, zumal ihm Freud als der Dekonstrukteur der Autorität schlechthin erscheint. Neugierig prüft er deshalb den Erkenntniswert der Arbeit und ist froh, wenn Mark Edmundson moderat vorgeht und Freud immerhin eine gewisse Ambivalenz in Autoritätsdingen attestiert. Historisch und biografisch bringt der Band dem Rezensenten allerdings nichts Neues, und im Faktischen findet er Edmundson oft allzu spekulativ, so dass er lieber auf Peter Gay zurückgreift, um sich über Freuds letzte Jahre und kontroverse Aspekte seiner Biografie zu informieren.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 21.10.2009

Ganz schön gewagt findet Christine Pries die Figurenkonstellation in diesem Buch. Freud und Hitler als Antipoden? Im Verlauf der Lektüre hat Pries allerdings nicht nur ihre Freude an derart reißerischen Montagen und Spekulationen. Sie ahnt auch, wozu es dem Autor Mark Edmundson dienen soll. Dem Autor, stellt sie fest, geht es um nichts anderes, als um die Herausarbeitung von Freuds kritischem Bewusstsein und seinen zukunftsweisenden, weil unpatriachalischen Führungsqualitäten. Und siehe da: Edmundsons süffige Montagetechnik, die fiktive Dialoge gebiert und Figuren zum Leben erweckt, hat Balance, ist souverän, funktioniert, findet Pries. Jedenfalls was Freud betrifft.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren