Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Petra Kolonko

Maos Enkel

Innenansichten aus dem neuen China

Cover: Maos Enkel

C. H. Beck Verlag, München 2009
ISBN-10 3406591329
ISBN-13 9783406591327
Gebunden, 279 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Mit 26 Abbildungen. Maos Enkel sind konsumorientiert, surfen im Internet und treffen sich in Cafes. Gleichzeitig müssen sich viele als Wanderarbeiter verdingen, leiden unter korrupten Managern und Parteifunktionären. Widersprüchlichkeit ist das Kennzeichen des Landes. Während die Städte boomen, die Superreichen im Luxus schwelgen und die Mittelschichten bescheidenen Wohlstand anhäufen, sind die Bauern die Verlierer der Modernisierung. Die Wachstumsraten sind durch schwere Umweltschäden erkauft, die Ein-Kind-Politik stoppt die Bevölkerungsexplosion, führt aber auch zu einer zunehmenden Überalterung der Gesellschaft. Ansätzen einer Zivilgesellschaft stehen das ungebrochene Machtmonopol der kommunistischen Partei und zahlreiche Menschenrechtsverletzungen gegenüber. Wer sich nicht mit den gängigen Stereotypen über China zufrieden geben will, für den blickt Petra Kolonko in diesem Buch hinter die Kulissen und beschreibt die Lebensrealität des neuen China.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Petra Kolonko: "Maos Enkel" - Leseprobe bei C. H. Beck

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 08.10.2009

Angesichts des wachsenden Interesses an China als Global Player empfiehlt Rezensent Tilman Spengler vier neue Sachbücher. Petra Kolonko, langjährige China-Korrespondentin für die FAZ, würdigt der Rezensent als verlässliche China-Kennerin. Ihrem Buch "Maos Enkel", merkt man die Trauer um die "Verluste" der letzten Jahre um des Fortschritts willen deutlich an, stellt Spengler fest. Er hat facettenreiche und kluge Reportagen über das Elend der Wanderarbeiter, über verbrecherische Pharmaunternehmen oder das Schicksal von Dissidenten gelesen und findet es bewundernswert, wie die Autorin immer wieder erhellend Alltagsbeobachtungen mit der großen Politik in Beziehung setzt.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren