Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Ansgar Weber ist ein junger Journalist und für ein großes deutsches Nachrichtenmagazin tätig. Er reist nach Rom, um über die Verurteilung des Kriegsverbrechers Erich Priebke zu schreiben. Doch neben seinem offiziellen Auftrag folgt Ansgar einer viel sensationelleren Spur, von der er sich einen Coup und beruflichen Aufstieg erhofft: In der Stadt lebt eine berühmte, seit Jahren tot geglaubte deutsche Schriftstellerin. Als das Interview mit ihr gefährdet ist, beginnt Ansgar, Anzeichen wahrzunehmen, die ihn auf Schritt und Tritt verstören, als hätte die verwahrloste Ewige Stadt einen doppelten Boden. Und mit einem Mal schwebt er selbst in Lebensgefahr ...
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Dorothea Dieckmann: "Termini" - Leseprobe bei Klett-Cotta
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.03.2010
Ulrich Baron ist dem Protagonisten in Dorothea Dieckmanns Rom-Roman "Termini" sehr fasziniert und, wie er schreibt, "gerne" durch seinen labyrinthischen Weg durch die ewige Stadt gefolgt. Der Journalist Ansgar soll über den Kriegsverbrecherprozess gegen NS-Offizier Erich Priebke berichten, begibt sich aber wesentlich engagierter auf die Suche nach einer tot geglaubten Schriftstellerin, weil er hier eine lukrative Titelgeschichte wittert, fasst der Rezensent zusammen. Das "politische und medienkritische" Potenzial des Romans droht allerdings in der immer surrealer und verworreneren Höllenfahrt durch die Stadt unterzugehen, glaubt der Rezensent zunächst, auch wenn er darin gerade den "Reiz" von Termini verankert. Und am Ende zwischen (Alb-)Traum und Wirklichkeit, in Andeutungen und Anspielungen und dem Gewirr von Spuren aus der antiken und der jüngeren Vergangenheit kristallisiert sich doch so etwas wie eine kritische "Moral" heraus, wenn sich der journalistische Coup, auf den Ansgar hoffte, in Luft auflöst, stellt Baron beeindruckt fest.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.2009
Als Höllentrip durch das bild- und geschichtsträchtige Rom, bei dem einem mitunter "Hören und Sehen vergeht", beschreibt Beate Tröger Dorothea Dieckmanns Roman "Termini". Ein Journalist, der zum Prozess gegen den NS-Verbrecher Erich Priebke nach Rom geschickt wird, beschäftigt sich lieber mit einer totgeglaubten, deutlich an Ingeborg Bachmann erinnernden deutschen Schriftstellerin. Zusammen mit einem ebenfalls vor Jahren aus Deutschland nach Rom gekommenen Wahrsager bilden die beiden das "Dreigestirn", das sich im fünftägigen Verlauf des Romans wechselseitig spiegeln, beleuchten und revidieren wird, erklärt die Rezensentin. Vielfältig sind die architektonischen Bezüge, die Dieckmann als Referenzpunkte zu den Seelenzuständen ihrer Protagonisten setzt, und ausgiebig werden auch literarische und geschichtsphilosophische Reflexionen ausgebreitet. Mitunter geht dadurch die "Erzählerin" in Dieckmann etwas unter, findet Tröger, und sie sieht die Gefahr der Überfrachtung des Romans nicht immer ganz sicher gebannt. Und trotzdem registriert die Rezensentin mit Respekt, wie "ernst es der Autorin mit dem Schreiben ist", und außerdem bewundert sie in "Termini" eine sprachmächtige Hommage an die Ewige Stadt.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 08.10.2009
Dieser Roman ist ein Höllentrip, stellt Rezensentin Beatrix Langner fest. Dorothea Dieckmann rechnet mit der deutschen Öffentlichkeit ab, die über die Nazi-Mörder nur noch schweigen wolle. Vor allem die jüngere Generation, im Roman verkörpert durch einen 30-jährigen Spiegelreporter, einen "Schlappschwanz in Turnschuhen", so Langner, zeichne sich durch dezidiertes Desinteresse an der deutschen Vergangenheit aus. Der Reporter, lesen wir weiter, soll aus Rom über den Prozess gegen den NS-Verbrecher Erich Priebke berichten. Aber dieser Fall interessiert ihn im Grunde nicht, statt dessen hofft er, eine berühmte deutsche Schriftstellerin aufzuspüren, die für tot erklärt wurde, aber angeblich doch noch lebt (kann man durchaus an Ingeborg Bachmann denken, meint Langner). Am Ende gibt es einen Mord. Für Langner belegt "Termini" das Scheitern der politischen Aufklärung in Deutschland. Und angesichts der Realität - von deutschen Medien weitgehend unkommentiert verbreiteten rechtsradikale Webseiten seit diesem Sommer die Kampagne "Freiheit für Priebke" - gibt Langner ihr Recht.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








