Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Rene Girard

Das Ende der Gewalt

Analyse des Menschheitsverhängnisses. Erkundungen zu Mimesis und Gewalt mit Jean-Michel Oughourlian und Guy Lefort

Cover: Das Ende der Gewalt

Herder Verlag, Freiburg 2009
ISBN-10 3451293854
ISBN-13 9783451293856
Gebunden, 416 Seiten, 39,95 EUR

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Klappentext

Ungekürzte Neuausgabe. Aus dem Französischen von Elisabeth Mainberger-Ruh. Rene Girard analysiert den Teufelskreis von Gewalt und Gegengewalt. Als Ursache macht er die Aneignung und Nachahmung gewalttätigen Verhaltens aus. Die Klärung dieses Nachahmungstriebs ist für ihn der Schlüssel - zum Verständnis kultureller Errungenschaften ebenso wie von religiösen Ritualen und Opferriten. Sie ist auch der Weg zur Eindämmung von Gewalt. Wie der bewusste Verzicht auf Gewalt und Opfer möglich sein kann, zeigt Girard in Auseinandersetzung und Neuinterpretation der jüdisch-christlichen Tradition. Mit dem Erscheinen dieses Buches liegt Girards Frühwerk nun erstmals komplett in deutscher Sprache vor, es enthält die Theorie des mimetischen Begehrens und im dritten Teil "Die interdividuelle Psychologie" sowie eine Einleitung von Ralf Miggelbrink, Professor für systematische Theologie an der Universität Essen.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Rene Girard: "Das Ende der Gewalt" - mehr Infos beim Herder Verlag

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.10.2009

Wahrheit ist möglich. Die erste vollständige Übersetzung von Rene Girards bereits 1978 erschienenem Werk lässt es den Rezensenten und Psychoanalytiker Eberhard Th. Haas erkennen. Durch die dreigliedrige Struktur des Bandes führt uns Haas in seiner Besprechung und stellt fest: Girard steht nicht nur auf Freuds Schultern. Sein Anliegen, Freuds Untersuchungen zu den Anfängen der Kultur mit einer "Fundamentalanthropologie", der Analyse jüdisch-christlicher Texte sowie einer massenpsychologisch ausgerichteten "Interdividuellen Psychologie" und einer mimetischen Theorie zu systematisieren und zu aktualisieren, sieht Haas hier eingelöst. Der Eröffnung neuer Horizonte für das Verständnis von Psychopathologien in diesem Buch steht laut Haas leider ein schwerer Mangel gegenüber. Girards Blindheit in Bezug auf das Intrapsychische. Damit, so Haas, fehle Girards mimetischer Theorie ein wichtiger Anwendungsbereich.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren