Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Max Frisch, Uwe Johnson

Skizze eines Unglücks. Skizze eines Verunglückten

Cover: Skizze eines Unglücks. Skizze eines Verunglückten

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2009
ISBN-10 3518224433
ISBN-13 9783518224434
Gebunden, 133 Seiten, 11,80 EUR

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Klappentext

In seinem Tagebuch 1966-1971 hat Max Frisch Fragmente einer Erzählung unter dem Titel Skizze eines Unglücks veröffentlicht: Der Arzt Viktor fährt mit seiner Geliebten Marlies, Romanistin, in die Provence. Es kommt zu einem Unfall, bei dem die Frau stirbt. Nie wieder ist Viktor später in einen Unfall verwickelt, aber der Rest seines Lebens ist bestimmt von seinen Schuldgefühlen gegenüber der Toten. Uwe Johnsons "Antwort", sein Beitrag zur Festschrift anlässlich des siebzigsten Geburtstags von Max Frisch, trägt den Titel Skizze eines Verunglückten: Bei dem Verunglückten handelt es sich um den Schriftsteller J. Hinterhand (1906-1975), der seine Frau umbringt, weil sie ihn angeblich jahrelang betrogen hat. Dafür verbringt er acht Jahre im Gefängnis. Nach seiner Entlassung 1957 hat er für sich "eine eigene Todesstrafe gefunden, abzuleisten durch Ableben".

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 19.09.2009

"Große Literatur!" ruft Rezensentin Beatrice von Matt und stellt auch klar, dass diese, hier erstmals in einem Band versammelten Texte tatsächlich zusammen gehören. Denn Uwe Johnsons "komplexer Kurzroman" beziehe sich explizit auf eine, in Max Frischs Tagebuch 1966-1971 "eingelagerte" Geschichte. Beide Male handele es sich um "schwarze Liebesgeschichten" mit tödlichem Ausgang, der jedoch je anders begründet würden. Die beiden großen Autoren des 20. Jahrhunderts behandelten die "Zerstörungsgewalt zweier Liebeskonzepte", die allerdings "der alten männlichen Vorherrschaft verpflichtet" seien. Hier wie dort bringe der Mann seine Geliebte schließlich um. Deshalb lehren die Texte die Rezensentin auch das Fürchten. Der eine "in brillanter Verknappung", der andere "schwerblütig, mit geisterhafter Kompliziertheit". Auch das Nachwort wird wegen schöner Herausarbeitungen gelobt.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren