Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
54 CDs mit 3618 Minuten Laufzeit. Gesprochen von Ulrich Noethen. "Krieg und Frieden" ist eine Ilias des 19. Jahrhunderts, ein Monumentalroman über die für Russland und die europäischen Staaten schicksalhafte Epoche der Napoleonischen Kriege zwischen 1806 und 1812 mit einem Ausblick im Epilog auf die folgenden acht Jahre. Tolstois weitgespannte historische Perspektive, die in der atemberaubenden Schilderung der entscheidenden Schlachten von Schöngraben, Austerlitz und Borodino gipfelt, führt über den ursprünglichen Plan einer Familienchronik mit historischem Hintergrund hinaus.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 18.11.2010
Besser als mit diesem Hörabenteuer könne man die kommenden Wintermonate wahrscheinlich kaum überstehen, schreibt begeistert Alexander Cammann über diese Einlesung des Monumentalromans. Das liegt, kann der Kritiker glaubhaft machen, vor allem an der Kunst des Vorlesers Ulrich Noethen, den Cammann hier als kongenialen Schrittmacher durch den Lesemarathon feiert. Und als beeindruckend disziplinierten Sprecher und Bändiger eines Riesenwerks, dessen Nuancen er mit leicht sonorer Stimme in allen Facetten gerecht werde. Psychologisch fein austariert folge er der farbigen Handlung, innere Monologe gelingen diesem Schauspieler ebenso überzeugend, wie wuchtige Massenszenen.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.09.2009
Große Begeisterung hat diese Lesung von Leo Tolstois Roman "Krieg und Frieden" bei Rezensent Wolfgang Schneider ausgelöst. Den Hörbuchmachern des RBB kann er zu diesem Mammutunternehmen - 54 Cds mit 67 Stunden Hörzeit umfasst das Werk - nur gratulieren, es ist für ihn ein ganz großer Wurf. Schnell ist er eingetaucht in den "epischen Strom" dieses gewaltigen Romans, der ihn fortgetragen hat für Wochen und Monate. Tolstois Erzählkunst scheint ihm wieder einmal überwältigend. Mit den "Kostümbudenzauber" vieler historischer Romane hat "Krieg und Frieden" für ihn nichts gemein, hier geht es um die Suche nach den Triebkräften der Geschichte, nach den Fragen, wie man leben solle und wie man sterben müsse. Schneider erinnert an Tolstois Meiserschaft im Blick auf "existenzialistische Zeitlupen in Momenten der Todesnähe", an sein grandioses Napoleonporträt, an seine drastische Vermittlung des Schreckens des Krieges und an vieles mehr. Besonders glücklich ist er über die Entscheidung der Hörbuchmacher, den Roman nicht zu kürzen, auch nicht die geschichtsphilosophischen Kapitel. Den Schauspieler Ulrich Noethen überschüttet er für seine Lesung geradezu mit Lob. Er attestiert ihm eine "Charakterstimme mit angenehm maskulinem Timbre". "Dieses längste aller Roman-Hörbücher", resümiert der beglückte Rezensent, "ist zugleich eines der kurzweiligsten."
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








