Körper, Seele und Geist. Aus welchen Teilen besteht der Mensch? Mit dieser Fragestellung hat sich die Anthropologie schon seit Jahrhunderten beschäftigt. Vorliegendes Buch arbeitet diese Frage anhand der Epoche der Romantik und des damaligen wissenschaftlichen Diskurses der Anthropologie auf. Zwischen den Anthropologen gab es große Meinungsunterschiede. Die Schule der Dualisten behauptete, dass der Mensch aus einer Seele und einem Körper bestehe. Die genuin christlich inspirierten Trinitarier gingen hingegen von einem Gott-analogen Menschenbild mit den Merkmalen Geist, Seele und Körper aus. Das Buch verspricht zudem neue Einsichten über die Romantik. War sie eine eher progressive oder doch restaurativ-reaktionäre Epoche?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.09.2009
Rezensent Thomas Sören Hoffmann hält Stefan Schweizers Buch über die "Anthropologie der Romantik" für völlig verunglückt. Dessen Autorenauswahl wie auch dessen Thesen generell scheinen ihm immer wieder verwunderlich, im negativen Sinn überraschend und nirgendwo überzeugend. Hoffmann registriert einen literaturwissenschaftlichen Fauxpas nach dem anderen, bis er schließlich zu dem traurigen Urteil gelangt, hier befinde sich ein Autor ganz und gar "auf dem Boden des Dilettantismus". Doch nicht nur inhaltliche Fehler und Unfälle verunzieren in seinen Augen das Buch, sondern auch jede Menge Stilblüten sowie "grobe" Grammatik- und Ausdrucksfehler "auf fast jeder Seite", die er auch ausgiebig zitiert.
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