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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Richard Overy

Die letzten zehn Tage

Europa am Vorabend des Zweiten Weltkriegs. 24. August bis 3. September 1939

Cover: Die letzten zehn Tage

Pantheon Verlag, München 2009
ISBN-10 3570550885
ISBN-13 9783570550885
Kartoniert, 160 Seiten, 12,95 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Richard Overy, einer der führenden britischen Historiker, nimmt in seinem Buch die dramatischen Entwicklungen im Spätsommer 1939 in den Blick, in denen das Schicksal der Welt am seidenen Faden hing. Spannend und auf breiter Quellenbasis schildert er jene atemlosen zehn Tage, die dem deutschen Überfall auf Polen und damit dem Beginn des Krieges vorangingen, und berichtet von diplomatischen Manövern, unmöglichen Ultimaten und folgenreichen Fehleinschätzungen. Ende August 1939, die Menschen in Europa erlebten gerade ihren letzten Sommer in Friedenszeiten, war die Stimmung unter Politikern und Diplomaten in den Hauptstädten des Kontinents bereits äußerst angespannt. Ein Jahr zuvor war mit dem Münchner Abkommen ein Krieg gerade noch einmal abgewendet worden. Im März 1939 hatte Hitler die sogenannte Rest-Tschechei annektiert und damit einmal mehr bewiesen, dass ihm am Frieden in Europa nicht viel gelegen war. Am 1. September schließlich marschierten deutsche Truppen in Polen ein. Richard Overy gewährt dem Leser einen Blick hinter die Bürotüren der Regierenden und Machthaber in Berlin, Paris, London und Moskau und zeigt, dass sich auf der politischen Bühne ein Nerven zerreißendes Drama abspielte. Drei Tage schwebte Europa in einem Niemandsland zwischen Krieg und Frieden. Hitlers Hoffnungen, dass Daladier und Chamberlain seinem Expansionsstreben weiterhin tatenlos zusehen würden, wurden enttäuscht. Am 3. September erklärten Frankreich und England Deutschland den Krieg.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Richard Overy: Die letzten zehn Tage - Leseprobe beim Pantheon Verlag

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.09.2009

Zufrieden scheint Rezensent Rainer Blasius mit Richard Overys Buch über "Europa am Vorabend des Zweiten Weltkriegs". Er findet darin eine genaue Analyse der diplomatischen Manöver von Hitlers Angriffsbefehl auf Polen am 24. August bis zur Kriegserklärung Großbritanniens am 3. September. Ausführlich rekapituliert Blasius, den Autor immer wieder zitierend, die dramatischen Ereignisse dieser zehn Tage, das diplomatische Hin und Her in London und Paris, das schließlich zu einem Ultimatum Englands gegenüber Deutschland führte. Dabei erkläre der britische Historiker, dass Hitler nie wirklich an Verhandlungen gedacht hätte. Das Buch zeichnet sich für Blasius vor allem durch seine packende Schilderung aus.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 31.08.2009

So knapp dem Rezensenten diese Lektüre vorkommt, so aufschlussreich findet er, was der britische Historiker Richard Overy, in bester angloamerikanischer Manier, klar und kühl und zuweilen hart, so der Rezensent, über die "Fehlleistungen" der Politik Warschaus, Polens Großmachtstreben und Selbstüberschätzung in den letzten Tagen vor dem Zweiten Weltkrieg zu sagen hat. Thomas Urban schätzt Overys Fokus auf weniger bekannte Aspekte des Krieges. Und er ist dem Autor dankbar, dass er dabei Hitlers Agressorenrolle dennoch nicht im geringsten in Frage stellt.

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11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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