Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
In seinem neuen Buch betrachtet Paul Collier die Demokratisierungsversuche der ärmsten Länder der Erde und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis: Wahlen, von den reichen Geberländern als erster, entscheidender Schritt auf dem Weg zur Demokratie gepriesen, verstärken in vielen armen Ländern die politische Gewalt und vertiefen gesellschaftliche, oft auch ethnische Gräben. Statt ein friedliches, demokratischeres Gemeinwesen zu schaffen, enden Wahlen in armen Ländern meist in der Festigung des herrschenden Regimes oder gar in Putschen und Bürgerkriegen. Das Elend der Bevölkerung wächst dadurch unweigerlich. Paul Collier plädiert deshalb für einen radikalen Wandel in unserem Bemühen um eine Demokratisierung armer Staaten. Statt mit der Durchführung von Wahlen nur demokratische Fassaden aufzubauen, müssen die reichen Industriestaaten den Ländern der »untersten Milliarde« mehr internationale Sicherheit bieten, damit sie ihren eigenen Weg zur Demokratie finden. Dies kann jedoch nur gelingen, wenn wir völlig neu über humanitäre und militärische Interventionen nachdenken.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Paul Collier: Gefährliche Wahl - Leseprobe beim Siedler Verlag
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 21.11.2009
Einen zwiespältigen Eindruck hat Paul Colliers Studie über die Demokratisierung in den ärmsten Ländern der Erde bei Rezensent Victor Mauer hinterlassen. Erhellend scheint ihm die Anaylse, dass der Frieden in "Postkonfliktgebieten" besonders gefährdet ist und dass einkommensschwache Länder ein besonders hohes Bürgerkriegsrisiko haben. Auch die pointierte Darstellung von Voraussetzungen und Irrtümern moderner Entwicklungspolitik haben ihn überzeugt. Colliers Lösungsvorschläge indes sind für Mauer eine Enttäuschung. Sie sind seines Erachtens nicht geeignet, die dysfunktionalen Demokratien der untersten Milliarde aus deren Delirium zu ziehen. Dafür hält er sie für zu wenig konkret und zu wirklichkeitsfremd. Die Stärke der Studie liegt in Mauers Augen eindeutig in der ungeschönten Darstellung von entwicklungspolitischen Fehlentwicklungen, die zu einer Suche nach neuen Strategien drängt.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 27.08.2009
Obwohl im Einzelnen methodisch und "in so mancher Interpretation" fragwürdig empfindet Rezensent Andreas Eckert diese Strategievorschläge für eine Demokratieförderung in Afrika als "wichtiges Beispiel" für einen ernsthaften Versuch, die gegenwärtige Situation in Afrika differenziert zu erklären. Auch verdeutlicht das Buch des Direktors des "Zentrums für die Erforschung afrikanischer Ökonomien" an der Universität Oxford dem Rezensenten, wie schwer es ist, Handlungsanleitungen für eine Zukunft Afrikas zu formulieren. Im Wesentlichen handele Paul Colliers Buch von den fatalen Konsequenzen westlicher Demokratisierungsversuche und Entwicklungshilfe in Afrika, von denen eine die "Ethnisierung der Politik" sei. Colliers Vorschläge, wie aus den Fehlern zu lernen sei und die Demokratisierung dennoch weiter verfolgt werden könne, stoßen beim Rezensenten allerdings auf Skepsis.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








