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Volker Meid
Die deutsche Literatur im Zeitalter des Barock
Vom Späthumanismus zur Frühaufklärung 1570-1740
Klappentext
Volker Meid bietet einen umfassenden Überblick über die Literatur des Barock im Kontext ihrer Zeit. Vor dem historischen und kulturellen Hintergrund der Epoche stellt er das breite Spektrum literarischer Tendenzen und Entwicklungen dar und holt dabei auch fast vergessene, aber höchst aufschlußreiche Ausdrucksformen ans Licht. Die zentralen Kapitel behandeln die Hauptgattungen Lyrik, Drama, Epik sowie fiktionale und nichtfiktionale Prosa. Der Autor beschreibt ihre Ausprägungen und Variationen, er charakterisiert die wichtigsten Werke in ihren literaturhistorischen Zusammenhängen und zeigt, wie sehr die unterschiedlichen Gattungen nicht nur poetologische, sondern auch politische Ordnungsvorstellungen der frühen Neuzeit widerspiegeln. Zugleich zeichnet Meid die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen der Zeit nach. Er schildert die Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges ebenso wie die Besonderheiten des literarischen Lebens, das Bildungswesen oder philosophische und religiöse Vorstellungen. Die Darstellung fügt sich so zu einem vielschichtigen Panorama, das die literarische Vielfalt der spannungsreichen Epoche zwischen Späthumanismus und Aufklärung anschaulich zur Geltung bringt.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Volker Meid: Die deutsche Literatur im Zeitaltre des Barock - Leseprobe beim Verlag C.H. Beck
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.11.2009
Rezensent Steffen Martus beleuchtet in seiner Besprechung eingehend die verschiedenen Konjunkturen der Barock-Rezeption und legt nahe, dass wahrscheinlich jede Zeit den Barock bekommt, den sie verdient. Der Literaturwissenschaftler Volker Meid löst mit seiner Geschichte der Barockliteratur das bisherige "unrettbar veraltete" Standardwerk von Richard Newald ab, das in den Augen des Rezensenten doch arg von der Erfahrung der vierziger Jahre geprägt war. Meid verzichte auf allzu aufdringliche Aktualisierungen, betont Rezensent Martus, der sich nichtsdestotrotz zu Gedanken über Medienumbruch, Repräsentationsformen oder religiös überlagerte Kriege angeregt sah. Meid habe hier ein "Kompendium von geradezu barocker Gelehrsamkeit" zusammengestellt, schreibt Martus, der auch anerkennt, dass Meid nicht nur den großen Autoren wie Opitz, Fleming, Gryphius, sondern auch unbekannteren, bisher nicht kanonisierten Raum gib. Auch die geschichtlichen Hintergründe, Autorenbiografien und Gattungsentwicklungen zeichne Meid verlässlich nach, versichert der eingenommene Rezensent.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.08.2009
Begeistert hat Rezensent Alexander Kosenina diese Geschichte der deutschen Barockliteratur von Volker Meid gelesen. Die umfassende Darstellung, die im Rahmen der zwölfbändigen von Helmut de Boor und Richard Newald begründeten "Geschichte der deutschen Literatur" erschienen ist, bietet in seinen Augen in vieler Hinsicht mehr als ältere Literaturgeschichten. Sie zeichnet sich für ihn aus durch ihr anschauliches Epochenpanorama, durch ihre kundige Darstellung von Lyrik, Drama und Prosa im Barock, durch eine Fülle von Autoren und Werken, die bisher nur Spezialisten vertraut waren. Er hebt Meids Beschäftigung mit sonst wenig berücksichtigten Genres wie Briefstellerei, Verhaltenslehre, Haushaltung, Gesundheit oder Kriminalität hervor, über die er hier viel erfahren hat. Die großen bildungs-, kunst- und mentalitätsgeschichtlichen Entwicklungslinien werden zu seiner Freude leichthändig geschildert. Überhaupt lobt er die Lesbarkeit des Werks, den Verzicht auch auf "langatmige Hinführung" und "umständliche Positionierungen". Zudem bescheinigt er dem Band, die Lücken der meisten Literaturgeschichten zu schließen, "enzyklopädisch und forschungsaktuell" zu sein.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








