Aus dem Italienischen von Jutta Wurm. Tödliche Gefahren lauern in den Tiefen des indischen Dschungels - und doch kämpft sich der furchtlose Schlangenjäger Tremal-Naik unerbittlich durch den dichten Urwald, um seiner geliebten Ada, Gefangene der unheimlichen Thug-Sekte, das Leben zu retten. Zuerst muss er jedoch gemeinsam mit tapferen Gefährten und seinem Tiger Darma lebensgefährliche Abenteuer bestehen. Immer wieder stellt der furchtlose Jäger seinen Mut unter Beweis; doch je mehr dunkle Geheimnisse er lüftet, desto mehr wird seine Reise zur Zerreißprobe. Der 1862 geborene und als "italienischer Karl May" gefeierte Autor schrieb zunächst für Zeitungen, avancierte aber schnell zu einem Romancier, der immense Auflagenhöhen erzielte. Im Laufe seines Lebens schuf er in atemberaubender Produktivität ein gewaltiges Werk, das von jeher Leser aller Altersgruppen begeisterte.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.08.2009
Hocherfreut begrüßt Rezensent Volker Breidecker diese Neuausgabe von Emilio Salgaris Roman "Die Geheimnisse des schwarzen Dschungels", die eine Wiederentdeckung des zum Trivialautor abgestempelten italienischen Schriftstellers möglich macht. Der erstmals 1887 in Fortsetzungen erschienene Zeitungsroman über eine bösartige Sekte im indischen Dschungel, die die Tochter eines britischen Kapitäns entführt und einen mutigen Schlangenjäger, der sie am Ende retten kann, kreist um Kabale und Liebe, Intrige, Verrat und Rache und scheint ihm durch und durch "melodramatisch" gebaut. Er berichtet, dass Salgari, von seinen Verlegern "erbarmungslos" geknechtet, über die Adria nie hinausgekommen ist. Mit Hilfe von Atlanten, Enzyklopädien und zahllosen zoologischen, nautischen, technischen und kulturgeschichtlichen Werken habe er sich das Wissen für seine Romane angeeignet. Dass man den Autor zum "italienischen Karl May" erklärt hat, hält er für ungerecht, schreibe Salgari doch deutlich "besser und spannender". Drei Dinge findet er hier jedenfalls nicht: "die Langeweile, die Moral und die Wahrscheinlichkeitsrechnung". Mit Lob bedenkt Breidecker auch die Neuübersetzung von Jutta Wurm.
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