Der Roman erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die nach dem Fall des Kommunismus dem Massenelend in ihrer bulgarischen Heimat entflieht, um schließlich im Wiener Exil zu sich selbst zu finden. Die Geschichte der Protagonistin ist auf weniger als 24 Stunden zusammengedrängt. Während wir sie an einem normalen Arbeitstag in einem Gasthaus in Wien begleiten, werden in einer Reihe von Rückblenden Schlüsselerlebnisse ihrer Vergangenheit - vom Anfang der 60er bis Mitte der 90er Jahre - beleuchtet und mit dem Alltag ihres Lebens als illegale Immigrantin verknüpft.
Barbara Oertel zeigt sich überrascht von der Authentizität der Beschreibungen in Roumen M. Everts neuem Roman "Die Immigrantin". Auf verblüffende Weise gelinge dem Autor der genaue Einblick in die Gefühlswelt seiner Protagonistin Lena, die von Bulgarien nach Wien aufbricht, um dort für sich und ihre unfreiwillig zurückgelassenen Kinder ein besseres Leben zu erwirtschaften. Der Geschichte über Hoffnung und Verzweiflung bescheinigt Oertel große politische Relevanz und Aufklärungspotenzial. Denn trotz EU-Beitritt seien bulgarische Kultur, Geschichte und Politik außerhalb des Landes weitgehend unbekannt, stattdessen herrschten Vorurteile, vor allem in Hinsicht auf Korruption und Armut. Den Roman hält die Rezensentin daher für eine gute Gelegenheit, diese "Terra incognita" bekannter zu machen.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…