Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Irene Nemirovsky

Herr der Seelen

Roman

Cover: Herr der Seelen

Luchterhand Literaturverlag, München 2009
ISBN-10 3630621570
ISBN-13 9783630621579
Kartoniert, 288 Seiten, 8,00 EUR

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Klappentext

Aus dem Französischen von Eva Moldenhauer. Ein junger Arzt ist voller Hoffnung mit seiner Familie von der Krim nach Frankreich eingewandert. Aber er bekommt im Nizza und Paris der 1920er Jahre keine Chance, sich zu beweisen. Bis er sich entschließt, die Schönen und Reichen mit einer neuartigen Heilungsmethode zu beeindrucken und ihm als Scharlatan ein atemberaubender gesellschaftlicher Aufstieg gelingt. Er wird zum Herr der geschundenen, dekadenten Seelen - und zum Sklaven seines Ehrgeizes.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Irene Nemirovsky: Herr der Seelen - Leseprobe beim Luchterhand Litteraturverlag

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.08.2009

So stark wie in "Feuer im Herbst" ist die Autorin in diesem Roman nicht, da ist sich Christoph Haas sicher. Die Parallelen zu Irene Nemirovskys Erfolgsbuch sieht er auf einige Handlungsmotive beschränkt. Ein gewisses Unbehagen bei der Lektüre spürt der Rezensent angesichts der melodramatischen Effekthascherei, zu deren Zweck die Autorin ihre Hauptfigur, einen jüdischen Arzt und Scharlatan im Paris der 1920er Jahre, mit "ahasverischen Zügen" ausstattet, sowie durch "Kolportageelemente" und ein "deklamatorisches Pathos" in der Figurenrede. Richtig wohltuend dagegen wirken Momente der Distanz zwischen Autorin und Figuren und Schilderungen der Pariser Migrantenszene. Hier, freut sich Haas, ist Nemirovsky gleichauf mit den großen französischen und russischen Realisten des 19. Jahrhunderts.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren