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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Georges Perec

Über die Kunst seinen Chef anzusprechen und ihn um eine Gehaltserhöhung zu bitten

Cover: Über die Kunst seinen Chef anzusprechen und ihn um eine Gehaltserhöhung zu bitten

Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2009
ISBN-10 3608937064
ISBN-13 9783608937060
Gebunden, 112 Seiten, 14,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Französischen von Tobias Scheffe. Im Nachlass von Georges Perec hat man kürzlich diese Geschichte entdeckt, die Antworten gibt auf die wohl wichtigste Frage im Leben eines Angestellten. Falls Sie bisher dachten, der direkte Weg zur Gehaltserhöhung sei der beste, werden Sie in dieser Parodie des freien Willens eines Besseren belehrt.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Georges Perec: Über die Kunst, seinen Chef anzusprechen... - mehr beim Klett-Cotta Verlag

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.03.2010

Ein bisschen erscheint der Rezensentin Katharina teutsch Georges Perecs aus dem Nachlass edierte Abhandlung über den richtigen Zeitpunkt, beim Chef vorzusprechen, mit all ihrer Sprach- und Diskursverliebtheit als Botschaft aus den fernen Sechzigern. Hat sich Teutsch allerdings erst einmal an fehlende Satzzeichen und Kleinschreibung gewöhnt, gestaltet sich die Lektüre für sie einigermaßen störungsfrei, und sie versteht den hier ausbuchstabierten Schaltplan des Lebens als sprachlichen Hinweis auf ein stochastisches Problem: das mathematisch nachweisbare "anarchistische Wüten des Zufalls".

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.12.2009

Drei deutsche Neuerscheinungen aus der Geschichte und Gegenwart der in Frankreich entstandenen Experimentalliteraturtradition des "Oulipo" bespricht auf einen Streich Georg Renöckl. Was der Titel verspricht, hält das Buch im Prinzip, wenngleich man sich ganz sicher, so der Rezensent, keinen irgendwie effektiven Ratgeber zur Chef-Ansprache erwarten darf. Vielmehr werde man ohne Punkt, Komma und Großbuchstaben, dafür mit außerordentlich vielen Pfeilen von einer Hürde zur nächsten geschickt und gelangt, was Renöckl deutlich an Kafka erinnert, wirklich niemals ans Ziel. Alle Leserinnen und Leser, die am Umweg und am Absurden Vergnügen finden, kommen, versichert der Rezensent, auf ihre Kosten.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 11.08.2009

Georges Perec konnte den Rezensenten Alex Rühle nicht wirklich überzeugen mit seinem Brevier "Über die Kunst seinen Chef anzusprechen und ihn um eine Gehaltserhöhung zu bitten", das, wie schon der Titel verrät, sich mit dem mühevollen Gang zu mehr Geld beschäftigt. Der Rezensent erläutert, dass das Buch auf einem Organigramm von Jacques Perriaud basiert, einem Freund des Autors, der darin die verschiedenen Wege zum Chefgespräch grafisch darstellte. Jedoch stört Rühle, dass die Übersichtlichkeit des Organigramm durch die "erschöpfende Durchführung" bei Perec verloren geht. Auch brauche man beim Lesen des Buches nicht auf einen gewöhnlichen Ratgeber oder einen "How to make things better"-Optimismus hoffen. Viel mehr sieht Rühle in dem Buch ein "Dokument der Vergeblichkeit", des "sinnlosen Ehrgeizes" und deshalb bekommt der Angestellte letzten Endes auch nicht das, was er will. Weiter klärt Rühle auf, dass Perec, wie schon in vorhergehenden Büchern, vollkommen auf sprachliche Formalitäten verzichtet. In diesem Fall auf Interpunktion und Groß- und Kleinschreibung - ein anderes Buch schrieb er ganz ohne den Vokal "e".

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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