Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Nir Baram

Der Wiederträumer

Roman

Cover: Der Wiederträumer

Schöffling und Co. Verlag, Frankfurt am Main 2009
ISBN-10 3895614904
ISBN-13 9783895614903
Gebunden, 480 Seiten, 24,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Hebräischen von Lydia Böhmer und Harry Oberländer. Joel entdeckt als Kind, dass er eine besondere Gabe besitzt: Er kann die Träume anderer mitträumen und sie ihnen wiedergeben. Als Joel Jahre später seiner Frau von seiner Gabe erzählt, nimmt ein verhängnisvolles Geschehen seinen Lauf: Rachel will fortan nur noch träumen, wird geradezu süchtig danach, sich die nächtlichen Bilder von ihm in lebhafte Eindrücke verwandeln zu lassen. Ein Spiel mit dem Feuer vor der Kulisse eines monatelangen sintflutartigen Sturms im heutigen, fantastisch verfremdeten Tel Aviv. Auch die Zwillinge Alon und Lior vergreifen sich an der Erinnerung und wollen das Rad der Zeit zurückdrehen: Sie weigert sich, die symbiotische Beziehung zu ihrem Bruder aufzugeben, er trauert einer vergangenen Liebe nach und versucht der Gegenwart zu entfliehen. Die Schicksale beider Paare kreuzen sich mit dem eines "Bettlerkönigs", der die Manipulationen des Traumgedächtnisses ausbeutet und unter geheimnisvollen Umständen ermordet wird.

Leseprobe beim Perlentaucher

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.09.2009

Jan Röhnert legt uns den Roman "Die Wiederträumer" von Nir Baram ans Herz. Es wird viel geträumt und geschlafen in diesem im modernen Tel Aviv spielenden Roman, dessen Konstruktion durch die verschwimmenden Zeit- und Raumebenen selbst der Traumlogik verpflichtet scheint, erklärt der Rezensent. Dabei sei bunte Folklore genauso wenig zu erwarten wie jüdisch-israelische Selbstfindungsliteratur, betont Röhnert, denn es gehe um die "permanente Fremdheit" der Figuren sich selbst gegenüber. Das Leben zweier Paare, Träumende auch sie, verknüpft sich in "bizarrer Weise" durch die Ermordung eines arabischen "Bettlerkönigs", später gerät die Großstadt Tel Aviv unter den zerstörerischen Einfluss einer Klimakatastrophe und einer mysteriösen Seuche, erklärt der Rezensent. Baram geht es, so sieht es der Rezensent, um eine "Parabel" der Situation Israels, und er bietet sie mit einer guten Portion "schwarzen Humors", apokalyptischer Finsternis und dankenswerter Weise ohne erhobenen Zeigefinger, wie Röhnert eingenommen feststellt.

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Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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