Aus dem Englischen von Robin Celikates und Eva Engels. Quentin Skinner ist einer der profiliertesten Historiker der Gegenwart und führender Kopf der"Cambridge School of Intellectual History". Seine Neubegründung der Ideengeschichte auf der Grundlage der Sprachphilosophie Wittgensteins und der Sprechakttheorie Austins sowie seine daran geschulte Auseinandersetzung mit Klassikern des politischen Denkens sind international breit rezipiert worden und bilden eine höchst originelle Alternative zu der hierzulande vorherrschenden theorie- und begriffsgeschichtlich ausgerichteten Historiografie und politischen Philosophie. Der Band macht repräsentative Beiträge Skinners aus dessen dreibändiger Sammlung Visions of Politics, die das ganze Spektrum seines Forschungsansatzes abdecken, erstmals in deutscher Übersetzung zugänglich. Ein Nachwort der Herausgeber Marion Heinz und Martin Ruehl führt in das Denken Quentin Skinners ein.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.11.2009
Für Thomas Maissen gehört Quentin Skinner als bedeutender Vertreter der "Cambridge School" zu den Erneuerern der politischen Ideengeschichte. Weil Skinner vor allem durch seine Aufsätze gewirkt hat, wie Maissen weiß, hält er die nun vorliegende, "sorgfältig übersetzte" Auswahl aus den "Visions of Politics" für lesenswert. In seiner Besprechung folgt Maissen den Hauptinteressen Skinners für eine synchrone Ideengeschichte und seinem Versuch, anhand seiner beiden Lieblingsautoren Hobbes und Machiavelli die Abweichungen ihrer Texte vom herrschenden Diskurs herauszuarbeiten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.07.2009
Daran dass wir es mit "hochspezialisierten" Fragen aus Philologie und Ikonologie zu tun haben, sobald wir diese Auswahl aus Quentin Skinners "Visions of Politics" aufschlagen, lässt Patrick Bahners keinen Zweifel. Skinners grundlegenden Ansatz, politische Theorie aus ihren lokalen und zeitlichen Kontexten als "Sprachhandlungen" zu begreifen, sieht Bahners auch hier verfolgt. Dass die Herausgeber ihre Auswahl um einen jüngeren Aufsatz Skinners erweitern, freut Bahners. Führt ihm der Text über Hobbes als Theoretiker der Repräsentation doch die Stärken von Skinners Methode vor Augen. Im "exzellenten" Nachwort des Bandes lernt Bahners dagegen die polemischen Absichten hinter Skinners Methodik kennen.
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