Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

James Tully

Politische Philosophie als kritische Praxis

Cover: Politische Philosophie als kritische Praxis

Campus Verlag, 2009
ISBN-10 3593384817
ISBN-13 9783593384818
Kartoniert, 273 Seiten, 34,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Eva Engels. James Tullys politische Philosophie zielt darauf ab, uns von Denkweisen zu befreien, die Unfreiheit und Unterdrückung verschleiern und akzeptabel machen. Er plädiert für ein anderes Denken, das mit kritischer, zivilgesellschaftlicher Praxis in einem Wechselverhältnis steht. Dieser Ansatz und sein philosophischer Hintergrund werden hier erstmals in deutscher Übersetzung vorgestellt und unter anderem auf folgende politische Fragen angewendet: die Anerkennung multikultureller und nationaler Vielfalt, globale Ungleichheit von Macht und Beteiligung, der Imperialismus der Globalisierung und die Abschwächung der Demokratie sowie die Rolle der Bürger im europäischen Integrationsprozess.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
James Tully: Politische Philosophie als kritische Praxis

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 17.07.2009


Robin Celikates schätzt den politischen Theoretiker James Tully offenkundig sehr, und auch die neue Aufsatzsammlung des Kanadiers hat ihn sehr beeindruckt. Der Titel "Politische Philosophie als kritische Praxis" ist dabei, stellt Celikates klar, durchaus programmatisch gemeint. Wie der Rezensent erklärt, besteht für Tully der einzige mögliche "Grundwert" jeder politischen Theorie in der Freiheit, nicht in der Gerechtigkeit. Und Aufgabe der politischen Theorie ist nicht eine normative Festlegung, sondern die Bereitstellung des nötigen Werkzeugs, um alternative Formen des Denkens und Handelns möglich werden zu lassen. In dieser Hoffnung auf emanzipatorischer und kreativer Theoriebildung sieht der Rezensent ganz klar Tullys großes Vorbild, Michel Foucault, durchschimmern. Einverstanden ist Rezensent Celikates, wenn Tully den aufgeklärten Bürger nicht zum Konsumenten herabgewürdigt sehen will (wie es Europa mitunter tut), fragt sich allerdings, ob Tullys Pochen auf lokale Widerstandsformen dem globalen Handlunsgdruck tatsächlich angemessen sind.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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