Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Friedrich Engels, Karl Marx

Marx & Engels intim

Briefwechsel von Karl Marx und Friedrich Engels. Gelesen von Harry Rowohlt und Gregor Gysi. 1 CD

Cover: Marx & Engels intim

Random House Audio, München 2009
ISBN-10 3837100065
ISBN-13 9783837100068
CD, 14,95 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

1 CD, 66 Minuten. Gelesen von Harry Rowohlt, Gregor Gysi und Katharina Thalbach. Zum ersten Mal im Licht der Öffentlichkeit: eine Lesung aus den persönlichen Briefen und Dokumenten von Karl Marx und Friederich Engels. Diese privaten Briefe der beiden Männer, die in Osteuropa und Ostasien zu fast gottähnlichen Ikonen erhoben wurden, sind so unglaublich deftig, dass man ihre Echtheit anzweifelt. Sie waren nie für die Öffentlichkeit gedacht, aber umso mehr amüsieren und gruseln sie den Zuhörer.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Marx & Engels intim - Mehr bei Random House Audio

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.08.2009

Rezensentin Elisabeth Dietz hat sich mit diesem Hörbuch doch amüsiert, hat man den Eindruck. Marx und Engels haben in ihren Briefen offenbar ziemlich vom Leder gezogen. Die Höraufnahme, die offenbar auf einer Live-Lesung beruht, zeigt vor allem Marx als Antisemiten, der sich fürs "Germanentum" begeistert - was die Hörer der Lesung ziemlich irritiert hat, erklärt Dietz. Harry Rowohlt grollt und donnert als Marx, wie sich das gehört. Gregor Gysi "gibt sich Mühe und betont passabel", schreibt die Rezensentin. Inhaltlich geht es in den Briefen viel um Geldsorgen erfahren wir. Auch da war Marx nicht zimperlich: So freut er sich über "die Nachricht von der Krankeit des unverwüstlichen Onkels meiner Frau. Stirbt der Hund jetzt, so bin ich aus der Patsche heraus", zitiert Dietz den führenden Kapitalismuskritiker.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 16.07.2009

Jörg Sundermeier zeigt sich verärgert über dieses Hörerlebnis. Unverständlich erscheint ihm, wieso sich Katharina Thalbach und Harry Rowohlt dafür hergegeben haben. Bei Gregor Gysi, dem dritten Vorleser, wundert ihn offenbar nichts. Die von Björn und Simon Akstinat zusammengestellten Briefe findet er auch nur halb so geheimnisvoll, wie hier suggeriert wird, die präsentierten "Kalauer", meint er, seien auch gut im Internet auffindbar. Was Sundermeier an dieser gnadenlosen "Vorführung von Marx und Engels" so richtig auf die Palme bringt, ist der Umstand, dass sie das Publikum zum affirmativen Mitlachen über die vom Stapel gelassenen Rassismen und Antisemitismen animiert. Und "lieblos gestaltet" ist die CD auch noch!

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren