Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Friedrich Engels, Karl Marx
Marx & Engels intim
Briefwechsel von Karl Marx und Friedrich Engels. Gelesen von Harry Rowohlt und Gregor Gysi. 1 CD
Klappentext
1 CD, 66 Minuten. Gelesen von Harry Rowohlt, Gregor Gysi und Katharina Thalbach. Zum ersten Mal im Licht der Öffentlichkeit: eine Lesung aus den persönlichen Briefen und Dokumenten von Karl Marx und Friederich Engels. Diese privaten Briefe der beiden Männer, die in Osteuropa und Ostasien zu fast gottähnlichen Ikonen erhoben wurden, sind so unglaublich deftig, dass man ihre Echtheit anzweifelt. Sie waren nie für die Öffentlichkeit gedacht, aber umso mehr amüsieren und gruseln sie den Zuhörer.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Marx & Engels intim - Mehr bei Random House Audio
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.08.2009
Rezensentin Elisabeth Dietz hat sich mit diesem Hörbuch doch amüsiert, hat man den Eindruck. Marx und Engels haben in ihren Briefen offenbar ziemlich vom Leder gezogen. Die Höraufnahme, die offenbar auf einer Live-Lesung beruht, zeigt vor allem Marx als Antisemiten, der sich fürs "Germanentum" begeistert - was die Hörer der Lesung ziemlich irritiert hat, erklärt Dietz. Harry Rowohlt grollt und donnert als Marx, wie sich das gehört. Gregor Gysi "gibt sich Mühe und betont passabel", schreibt die Rezensentin. Inhaltlich geht es in den Briefen viel um Geldsorgen erfahren wir. Auch da war Marx nicht zimperlich: So freut er sich über "die Nachricht von der Krankeit des unverwüstlichen Onkels meiner Frau. Stirbt der Hund jetzt, so bin ich aus der Patsche heraus", zitiert Dietz den führenden Kapitalismuskritiker.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 16.07.2009
Jörg Sundermeier zeigt sich verärgert über dieses Hörerlebnis. Unverständlich erscheint ihm, wieso sich Katharina Thalbach und Harry Rowohlt dafür hergegeben haben. Bei Gregor Gysi, dem dritten Vorleser, wundert ihn offenbar nichts. Die von Björn und Simon Akstinat zusammengestellten Briefe findet er auch nur halb so geheimnisvoll, wie hier suggeriert wird, die präsentierten "Kalauer", meint er, seien auch gut im Internet auffindbar. Was Sundermeier an dieser gnadenlosen "Vorführung von Marx und Engels" so richtig auf die Palme bringt, ist der Umstand, dass sie das Publikum zum affirmativen Mitlachen über die vom Stapel gelassenen Rassismen und Antisemitismen animiert. Und "lieblos gestaltet" ist die CD auch noch!
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
- Philosophie Deutschland

- Philosophie Deutschland, 2009

- Philosophie Deutschland 19. Jahrhundert

- Stichwort Karl Marx

- Briefe und Tagebücher deutscher Autoren

- Briefe und Tagebücher 2009

- Hörbücher Literatur 2009

- Soziologie Deutschland 2009

- Soziologische Neuerscheinungen 2009

- Briefe und Tagebücher deutscher Autoren, 2008 bis 2010

- Philosophie aktuell, Erscheinungsjahr 2009

Von Lesern empfohlene Bücher
Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich
Aus dem Isländischen von Benedikt Grabinski. Eine isländische Kindheitsgeschichte, die am Ende des Zweiten ...
Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael
Als bei den Olympischen Spielen in München im September 1972 elf israelische Sportler von einer palästinensischen ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







