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Klappentext
Aus dem Koreanischen von Heidi Kang und Ahn Sohuyn. "Schwertgesang" kreist um die legendäre Figur des koreanischen Großadmirals Yi Sunshin, der 1598 die japanischen Invasoren besiegte und seitdem als der Retter Koreas verehrt wird. Kim Hoon erzählt aus der Perspektive des Protagonisten von seinen letzten zwei Lebensjahren. Der ereignisreiche Roman verarbeitet meisterhaft Zeitgeschichte, ist jedoch kein historischer Roman, sondern der atmosphärisch dichte Erlebnisbericht eines berühmten Seehelden, der strategische List, Edelmut und aufrichtige Menschlichkeit vielschichtig in Verbindung bringt. Manche Beschreibungen gehen auf die überlieferten Kriegstagebücher von Yi Sunshin zurück, in denen sich die menschliche Tragödie widerspiegelt, die jeder Krieg bedeutet, und wechseln mit seinen Betrachtungen über Leben und Tod ab. Der Name von Yi Sunshin wird mit dem Schildkrötenschiff (Kobukseon) verbunden, dem ersten gepanzerten Kriegsschiff der Welt, das bei seinen siegreichen Seeschlachten von 1597 und 1598 von entscheidender Bedeutung war.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 09.07.2009
In Bann gezogen, berührt und beeindruckt zeigt sich Ludger Lütkehaus von Kim Hoons historischem Roman "Schwertgesang" über den legendären koreanischen Großadmiral Yi Sunshin, der in zwei Seeschlachten Ende des 16. Jahrhunderts eine japanische Übermacht besiegte. Der koreanische Autor zeichnet den als "Retter Koreas" bis heute gern in Dienst genommenen Kriegshelden als vielschichtige Figur mit sehr menschlichen Zügen und lässt ihn im Rückblick über die Seeschlachten, aber auch über eine bewegende Liebesgeschichte und seine Behandlung durch den König - er wurde gefoltert, zum Tod verurteilt und später begnadigt - rekapitulieren. Besonders die Schilderungen der Seeschlachten fand Lütkehaus ungeheuer spannend, und gefesselt haben ihn auch die Kriegslisten des Großadmirals, der Gezeiten und die Eigenschaften des Meeres maßgeblich für einen Sieg zu nutzen verstand. Auch die Grausamkeiten der Kriegswirklichkeit spart der Autor nicht aus, und hier klingt zwischen den Zeilen immer wieder das Trauma des Pazifikkrieges im 20. Jahrhundert an, erklärt der Rezensent, der Kim Hoon vor allem für seine machtvollen Bilder und seine poetische Erzählweise bewundert.
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