Bücherschau der Woche
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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Baby Halder
Kein ganz gewöhnliches Leben
Klappentext
Aus dem Englischen von Annemarie Hafner. Früh von der Mutter verlassen, wächst Baby Halder in armen und zerrütteten familiären Verhältnissen auf. Mit dreizehn Jahren muss sie einen doppelt so alten Mann heiraten. Mit vierzehn - selbst noch ein Kind - wird sie zum ersten Mal Mutter. Ihr Ehemann behandelt sie schlecht und schlägt sie. Baby Halder entschließt, sich von ihrem Mann zu trennen. Sie geht nach Delhi und sorgt als Dienstmädchen für ihren Lebensunterhalt und den ihrer Kinder. Obwohl sie nur wenige Jahre selbst zur Schule gegangen ist, findet sie Freude am Schreiben - ermutigt durch ihren Dienstherrn, der ihr schriftstellerisches Talent entdeckt.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 04.07.2009
Kurz, aber durchaus mit Emphase empfiehlt die Literaturwissenschaftlerin Claudia Wenner diese Erinnerungen eines bengalischen Dienstmädchens, das es nach Delhi verschlagen hat: Es handelt sich tatsächlich um ein autobiografisches Werk betont Wenner, die das Buch zusammen mit mehreren anderen sozialkritischen Romanen aus Indien bespricht. Alles Romaneske geht ihm ab, obwohl die Geschichte der Autorin durchaus märchenhafte Züge hat: Ausgebeutet, mit 13 Jahren Mutter, zieht sie als Dienstmädchen sozusagen das große Los und gerät an ihren Mentor Prabodh Kumar, in dessen Haus sie bis heute lebt. Kumar, Enkel eines berühmten Hindischriftstellers, ermutigt sie zur Aufzeichnung ihrer Erinnerungen und redigiert ihr Manuskript. Die Nüchternheit hat er ihren Aufzeichnungen nicht genommen. Wenner nennt Halders Erinnerungen "tonlos, je schmerzlicher" sie sind, ist aber umso beeindruckter über diesen ungewöhnlichen Einblick in ein gewöhnliches indisches Leben.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








