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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Stefan Frank

Die Weltvernichtungsmaschine

Vom Kreditboom zur Wirtschaftskrise

Cover: Die Weltvernichtungsmaschine

Conte Verlag, Saarbrücken 2009
ISBN-10 3936950946
ISBN-13 9783936950946
Kartoniert, 180 Seiten, 13,90 EUR

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Klappentext

Jahrelang stützte sich das Wachstum der Weltwirtschaft vor allem auf den Immobilienboom in den USA. Mit Hilfe der Notenbanken und immer komplexeren und dubioseren Methoden wurde er über jedes Maß hinausgetrieben. Nun folgt auf die größte Spekulation aller Zeiten die Weltwirtschaftskrise. Als wäre das Finanzsystem im Besitz der "Weltvernichtungsmaschine" aus Stanley Kubricks Film "Dr. Seltsam", ist es in der Lage, Hunderte Milliarden von den Staaten und letztlich den Steuerzahlern zu erpressen. Stefan Frank zeigt, warum es so kommen musste, illustriert die Situation anhand von historischen Beispielen und beweist, dass die politisch Verantwortlichen nicht nur tatenlos zugeschaut, sondern der Krise aktiv den Weg gebahnt haben.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 14.10.2009

Rezensent Felix Baum findet Stefan Franks Analyse der aktuellen Wirtschaftskrise nur bedingt überzeugend. Seiner Meinung nach "dient" sich der Autor und Politwissenschaftler durchaus "dem gesunden Menschenverstand" an und driftet dabei des Öfteren auch in "populistische Seichtigkeiten" ab. Überhaupt hält sich in den Augen des Rezensenten der Erkenntnisgewinn durch die Lektüre in Grenzen. Zwar erfährt der Leser einiges über die "vertrackten Mechanismen der Finanzwelt", doch was das "mit den Schranken des produktiven Kapitals zu tun haben könnte", wird vom Autor zu Baums Bedauern nicht weiter ergründet.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.06.2009

Als einen der "klügsten Mitarbeiter" der linken Zeitschrift "konkret" schätzt Christoph Albrecht den Autor Stefan Frank. Dessen Buch "Die Weltvernichtungsmaschine" über die Ursachen der Wirtschaftskrise liest sich in seinen Augen indes wie eine Artikelserie aus einer "ordoliberalen Wirtschaftszeitung. Franks Beschreibung des Kreislaufs von Aufschwung und Pleite und seine Chronik der aktuellen Weltwirtschaftskrise scheinen Albrecht recht aufschlussreich. Lobend äußert er sich über die verständliche Erklärung der Finanzinstrumente, die den Aufschwung der letzten Jahrzehnte ermöglichten und den Niedergang ausgelöst haben. Er hebt hervor, dass Frank der Krisentheorie von Hyman Minsky folgt, mit dem er die Marx'sche Überzeugung teilt, Krisen seien der kapitalistischen Kreditdynamik immanent.

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