Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Stephan Kleiner. Andrew ist Pizzabote bei Domino's Pizza, aber das ist er nicht gerne. Andrew lebt in Orlando, Florida, aber dort lebt er nicht gerne. Andrew träumt von Sara, einem Mädchen, mit dem er in New York ein einziges Date hatte. Seitdem hat er sie nicht wiedergesehen. Trotzdem ist Sara wohl die wichtigste Person in seinem Leben. Außer Steve vielleicht, seinem besten Freund, dessen Mutter bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Und dann sind da noch die Tiere, die Delfine, Bären, Hamster und Elche. Verwirrte intelligente Tiere, die versuchen, sich mit verwirrten intelligenten Menschen wie Andrew zu verständigen.
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 09.01.2010
Amüsant findet Tobias Schwartz diesen intelligenten wie haarscharf seine Pointen setzenden Debütroman, auch wenn er Schwarz' Informationen zufolge keinen wirklichen Plot hat. Doch die tief-melancholische Coming-Of-Age-Stimmung des Buchs hat ihn ergriffen. Der Vergleich mit Salingers Holden Caufield drängt sich ihm auf. Allerdings würze der chinesisch-amerikanische Autor den Weltschmerz seines Helden - ein Pizzabote in Orlando, wie man liest - mit einem "ordentlichen Schuss bissiger Ironie", führe dessen Befindlichkeiten immer wieder ad absurdum und lasse seine Wahrheiten schließlich ins Absurde abdriften. Es wimmele im Roman von literarischen Anspielungen, und zwar weder aufdringlich noch plagiierend, sondern höchst erhellend, wie Schwarz findet. "Und irgendwie steckt überall auch ein bisschen Woody Allen drin." Immer wieder kratzt sich der Rezensent angesichts der "durchgeknallten Einfälle" des als Blogger bekannt gewordenen Tao Lin am Kopf.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.06.2009
Alexander Müller schwankt angesichts des Romandebüts von Tao Lin zwischen Bewunderung und Irritation, der darin den vor Ironie und Sarkasmus strotzenden, in Weltschmerz ertrinkenden Pizzaboten Andrew porträtiert, dem immer wieder sprechende Tiere begegnen. Lin genießt in gewissen Kreisen wegen seines Internet-Blogs "Reader of Depressing Books" Kultstatus, weiß der Rezensent. Müller ist zwar von der aggressiven Selbstdarstellung und -vermarktung des Autors im Netz beeindruckt, und findet, dass der Autor sprachlich sehr originell und unterhaltsam ist, ihn strengt die "zwanghafte" Originalität dieses Romans allerdings mitunter etwas an, wie er zugeben muss. Trotzdem findet er die Darstellung dieser unglücklichen Existenz in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit und Larmoyanz durchaus gelungen, und besonders lobenswert erscheint ihm die geglückte sprachliche Überführung bloghafter Stilmerkmale in einen Roman.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








