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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Vladimir Zarev

Familienbrand

Roman

Cover: Familienbrand

Deuticke Verlag, Wien 2009
ISBN-10 3552060987
ISBN-13 9783552060982
Gebunden, 782 Seiten, 25,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Bulgarischen von Thomas Frahm. Vladimir Zarev erzählt im Roman "Familienbrand" die Familiengeschichte der Weltschevs. Petruniza, die Witwe des alten Assen Weltschev, lebt mit ihren fünf Kindern in Widin, einer verschlafenen Kleinstadt am Unterlauf der Donau. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wird auch Widin in den Strom der Politik gerissen; in diesen unruhigen Zeiten suchen die Brüder Weltschev ihr Glück auf unterschiedliche Weise: Panto macht Karriere als Bankier, Ilija als Fabrikant und Ausbeuter. Christo, der sich für den Sozialismus begeistert, wird zum Helden wider Willen, und Jordan will eine Kirche bauen, einen Ort der Buße, doch es wird eine Raststätte, ein Ort der Muße für Sünder aller Art.

Leseprobe beim Perlentaucher

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 16.06.2009

Bei diesem Autor würde Judith Leister gerne einmal einen Blick in die Schubladen werfen. Die Chancen, auf einen großen Roman zu stoßen, erscheinen ihr alles andere als schlecht. Leisters Neugier rührt von einer Lektüre her, die ihr die Geschichte eines Familienfluchs in einer bulgarischen Kleinstadt um 1900 als sprachlich überbordendes (vital und elegant übersetztes) Epos serviert - garniert mit dem "Wetterleuchten" der großen Ideologien des frühen 20. Jahrhunderts. Dass Vladimir Zarevs 30 Jahre alter Roman die mythische Vorgeschichte Bulgariens beschwört, anstatt den Sozrealismus, macht Autor und Buch der Rezensentin sympathisch. Ebenso die groteske Komik und das Gogol'sche Personal. Ein Meisterwerk und zu Recht ein Kultbuch, findet Leister.

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