Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Englischen von Harry Maor. "Der Fuchs weiß viele Dinge, aber der Igel weiß ein großes Ding." Dieses Versfragment des griechischen Dichters Archilochos beschreibt die zentrale These von Isaiah Berlins (1909 - 1997) Essay über Tolstoj, in dem er eine fundamentale Unterscheidung trifft - zwischen Leuten (Füchsen), die sich von einer unendlichen Vielfalt von Dingen angezogen fühlen, und solchen (Igeln), die alles auf ein einziges, umfassendes System beziehen. Tolstoj sehnte sich nach einer einheitlichen Sicht der Dinge, aber seine Wahrnehmung von Menschen, Sachen und historischen Augenblicken war so genau, daß er nicht anders konnte, als zu schreiben, wie er sah, fühlte und verstand. Er war von Natur ein Fuchs, der ein Igel sein wollte.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 04.06.2009
Nicht mehr aus der Hand legen mochte Rezensent Alexander Cammann diesen Essay über Tolstojs Geschichtsdenken von 1953, den er zu den schönsten zählt, die der politische Philosoph geschrieben hat. Nicht nur die darin aufblitzende Brillanz, auch die elliptischen Umkreisungen, mit denen sich Isaiah Berlin seinem Thema annähert, beeindrucken ihn sehr, da er auf diese Weise den Gegenstand wesentlich genauer konturiert findet, als auf dem Weg des Thesenschnellschusses. Auch sei dieser Essay die Quelle von Berlins berühmter Unterscheidung der beiden Denkertypen Igel und Fuchs: der Fuchs wisse viele Dinge, der Igel eine große Sache, wobei er Hegel, Platon oder Proust zu den Igeln, Joyce, Goethe, Aristoteles oder Montaigne zu den Füchsen zähle. Und auch Tolstoj, dessen Roman "Krieg und Frieden" davon handele, dass das Individuum aus eigener Kraft den Gang der Dinge weder verstehen noch beherrschen könne.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
Von Lesern empfohlene Bücher
Laszlo Vegel: Bekenntnisse eines Zuhälters
Aus dem Ungarischen von Lacy Kornitzer. Im Mittelpunkt dieses legendären ungarischen Romans steht eine Gruppe ...
Charles Dantzig: Wozu lesen?
Aus dem Französischen von Sabine Schwenk. Kleine Feuilletons zu einer großen Frage. In leichtem und ...
Archiv: Bücherschauen
Für ein Happy End
03.02.2012: Die FAZ versinkt in William Trevors sehr irischem Roman "Turgenjews Schatten", der von der Liebe zweier Menschen erzählt, die einfach nicht für das Leben gerüstet sind. Die SZ liest Krimis von Buddy Giovinazzo, verübelt ihm aber, dass er den literarischen Wahnsinn zum Tiefstpreis verschleudert. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen
Hanna Krall: Rosa Straußenfedern
30.01.2012: Briefe, Fragmente, Zettel und Erzählungen erzählen vom Leben der polnischen Autorin Hanna Krall, ihrer Freunde und Zeitgenossen. Der Zweite Weltkrieg, die Volksrepublik Polen, Solidarnosc, vergegenwärtigen sich in ihrer Biografie. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Rosa Straußenfedern". Mehr lesen
Peter Nadas: Parallelgeschichten
26.01.2012: Peter Nadas erzählt die Geschichte der Budapester Familie Demen und ihrer Freunde, deren persönliche Schicksale mit der ungarischen und deutschen Vergangenheit verknüpft sind. Meilensteine in diesem gewaltigen Epos sind die ungarische Revolution 1956, der ungarische Nationalfeiertag am 15. März 1961 und, rückblickend, die Deportation der ungarischen Juden 1944/45 sowie die dreißiger Jahre in Berlin. Lesen Sie hier einen Auszug aus Nadas' Roman "Parallelgeschichten". Mehr lesen








