Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Robin Celikates und Eva Engels. Die Produktion und Verbreitung von Informationen und Wissen ist heute nicht mehr nur die Sache weniger hochspezialisierter Experten und exklusiver Kreise, sondern vielmehr ein kollektives Unternehmen. Viele Köpfe auf der ganzen Welt - Sachverständige wie Laien - arbeiten von heimischen Rechnern aus über Wikis, Blogs und Open-Source-Projekte gemeinsam am Wissenskorpus der Menschheit, der dann über das Internet fast jedermann zur Verfügung steht. Fluch oder Segen? Werden wir durch die Überflutung mit ungesicherten Informationen zu Schafen einer digitalen Herde, die einfach das glauben, was viele für richtig halten, und nicht, was wirklich richtig ist? Oder verwirklicht sich hier gerade eine Utopie: alles zu wissen, was jeder von uns weiß?
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 07.07.2009
Ein kühner Optimismus prägt das Buch von Cass R. Sunstein laut Uwe Justus Wenzel. Das Tauziehen zwischen der Vorstellung von einer sich selbst befruchtenden, weltweit vernetzten Informations- und Wissensgesellschaft einerseits und der einer solcherart an ihrer eigenen Verdummung arbeitenden, schlimmstenfalls Extremismus beflügelnden riesigen Echokammer, einem "virtuellen Stammtisch", lässt der Autor scheinbar offen. Für Wenzel geht das in Ordnung, solange Sunstein seine Kritik an Diskursgruppen, Blogs und profilgeschneiderter Infopost empirisch unterfüttert. Über Facebook und Co. hätte der Rezensent in diesem Zusammenhang allerdings auch gern etwas gelesen. Wenn der Autor der Wissensaggregation a la Wikipedia mehr zutraut und das Heil in der Kombination verschiedener Methoden der Informationsbeschaffung und Wissenproduktion vermutet, scheint Wenzel ähnlicher Auffassung zu sein.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 04.06.2009
Im unteren Bereich bleiben die Begeisterungswerte von Rezensent Christian Schüle, der diesem Buch vor allem ein inhaltliches Grundproblem bescheinigt: dass es nämlich einen Wahrheitsbegriff voraussetze, der nicht diskutiert oder gar verbindlich definiert werde, so dass seine Kategorien im Unklaren bleiben und daher in der Falle des hermeneutischen Zirkels säßen. Strafverschärfend kommt für den Rezensenten außerdem hinzu, dass die Ausführungen von Cass R. Sunstein aus seiner Sicht mehr als 180 von 300 Seiten "leider schlichtweg langweilend" sind. Erst ab Kapitel fünf werde es besser, weil dann das oft "dröge differenzierende Sachverhaltsgewebe" auf eine höhere Ebene wechsele, zur komunikationsethischen Kernfrage nämlich, wer warum an der Wissensgenerierung beteiligt sei. Hier bringe speziell Friedrich Hayek frischen Wind in die ansonsten sehr emotions-, wertungs- und pointenlose Debatte.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








