Aus dem Dänischen von Ulrich Sonnenberg. Bernhard und seine Schwester Dorothee streiten wieder einmal. Bernhard ist ein Cowboy und zielt mit der Spielzeugpistole auf seine Schwester. Als sie ihn wiederholt einen Bernhardiner nennt, schmeißt er ihr die Pistole an den Kopf. Bernhards Mutter nimmt ihm die Pistole weg und verbannt ihn auf sein Zimmer, bis er sich wieder anständig zu benehmen weiß, wie sie sagt. In seinem Zimmer öffnet Bernhard das Fenster und beschließt abzuhauen. Er läuft los und ist schon bald in einem fremden Wald. Auf einer Lichtung liegt eine blitzende, riesengroße Pistole. Bernhard, der ja ein Cowboy ist, ballert ein wenig damit herum KA PENG-PENG und plötzlich ist da ein Loch im Himmel. Wasser läuft dadurch auf die Welt und schnell ist alles bedeckt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.05.2009
Dies ist ein Kinderbuch über das Begehren des männlichen Kinds nach dem Schießgewehr, erklärt uns Rezensent Fridtjof Küchemann. Bernhard ist so einer, er nimmt ein Gewehr und schießt, das ist so buchstäblich gemeint, wie der Titel es sagt, ein Loch in den Himmel. Daraufhin säuft die Erde ab, des Wassers wegen, das durchs Loch einschießt. Also muss Bernhard tief tauchen, um am Grund des Meeres einen Stöpsel zu ziehen und so für Abfluss zu sorgen. Schön freilich findet es Küchemann, dass damit dem Schießgewehr noch lange nicht in pädaogischer Überdeutlichkeit abgeschworen wird. Gelungen scheinen ihm auch die Illustrationen sowie der mühelose Wechsel in Wort und Bild "aus der Wirklichkeit in die Phantasie und wieder zurück".
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