Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Bernhard H. Bayerlein
Der Verräter, Stalin, bist Du!
Vom Ende der linken Solidarität 1939-1941. Komintern und kommunistische Parteien im Zweiten Weltkrieg
Klappentext
Die durch Pakt und Vertrag besiegelte offizielle Freundschaft zwischen Hitlerdeutschland und der Sowjetunion zwang die kommunistische Bewegung zu einem unmöglichen Spagat zwischen Anpassung und Antifaschismus. Erst der Angriff der Wehrmacht auf die Sowjetunion führte zu einem offensiven Kampf gegen die Nationalsozialisten. Als die Komintern im September 1939 den "französisch-englischen Imperialismus" zum Hauptfeind erklärte und nicht den Aggressor Hitlerdeutschland, waren nicht nur Kommunisten geschockt. In Deutschland weitgehend unbekannte Dokumente, eine Chronik und Kommentare der Herausgeber belegen die Perversion von Denken und Handeln, die Absage an Internationalismus und Solidarität. Thälmann und andere Kommunisten wurden verraten, unangepasste Intellektuelle unterdrückt. Ulbricht forderte, das Wort "Nazi" aus dem Wortschatz der KPD zu streichen. Die Komintern schwieg zu KZs und Judenverfolgung. Stalins Doppelstrategie - willkürliche Neuaufteilung der Welt mit Hitler und Instrumentalisierung der kommunistischen Parteien für seine Ziele - forderte hohen Blutzoll. Hitlers Angriff auf die Sowjetunion zwang zu einer radikalen Wende: eine neue Symbiose von Patriotismus und Antifaschismus, die alle Kräfte zur Verteidigung.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.05.2009
Erhellend findet Manfred Zeidler diese von Bernhard Bayerlein vorgelegte Quellensammlung zur Geschichte der Komintern und der kommunistischen Parteien während des Hitler-Stalin-Pakts. Beeindruckend verdeutlicht der Band für ihn mit einer Fülle von Dokumenten die "ideologische Selbstamputation", die dieser Pakt für die Linke in Europa darstellte. Zeidler beschreibt Bayerleins Perspektive als die der europäischen Linken, die "durch Moskaus pure Machtpolitik" in ihren Idealen betrogenen wurde. Das verleiht dem Band seines Erachtens einen "anklägerischen Grundton". Allerdings wertet er dies nicht weiter negativ, da es für ihn die Relevanz des Bands als Materialsammlung für die Geschichte der Komintern nicht beeinträchtigt.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








