Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Sergio Olguin

Zurück nach Lanus

Roman

Cover: Zurück nach Lanus

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2009
ISBN-10 3518460412
ISBN-13 9783518460412
Kartoniert, 284 Seiten, 10,00 EUR

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Klappentext

Aus dem Spanischen von Matthias Strobel. In Lanus, einem Vorort von Buenos Aires, wird der junge Francisco erschossen - angeblich bei einem Überfall auf einen Kiosk. Doch weder seiner Familie noch seinen Freunden scheint daran zu liegen, die Wahrheit über den Mord herauszufinden. Nur Adrian, der letzte, den Francisco vor seinem Tod angerufen hat, will Klarheit: Dafür kehrt er zum erstenmal nach vielen Jahren zurück nach Lanus, dem Ort seiner Kindheit, und gerät in einen Strudel aus Ereignissen, die immer mehr zum Krimi werden.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 12.03.2009

Mafiös und lumpenproletarisch geht es in dem schnell und szenisch geschriebenen ensemblehaften Roman des Argentiniers Sergio Olguin zu, informiert uns Andreas Fanizadeh, der aus der mitreißenden Mischung aus Kriminal- und Sozialgeschichte Erkenntnisgewinn gezogen hat. Aus "sehr männlicher Erzählperspektive" wird der meist vergebliche Versuch junger Männer geschildert, den Absprung aus dem Vorort Lanus in die inneren Bezirke von Buenos Aires zu schaffen, wobei der soziale und territoriale Aufstieg noch am leichtesten über Außenseitertum und Sexualität zu erreichen ist, wie am Beispiel des Transsexuellen Raphael aufgezeigt wird. Weil es den Protagonisten an einer "mythischen und transzendierenden Idee der Selbstermächtigung" fehlt und die materiellen Verheißungen der Metropole im Mittelpunkt des Begehrens stehen, fallen die Akteure immer wieder hinter sich zurück und damit zurück nach Lanus, so der Rezensent.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren