Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
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- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Chinesischen von Karin Hasselblatt. Der chinesische Student Chen Zhen wird während der Kulturrevolution in den 60er Jahren in die Innere Mongolei geschickt. Dort soll er das Leben der nomadisierenden Viehzüchter kennenlernen. Sofort ist er völlig in den Bann gezogen von dieser ihm gänzlich unbekannten und archaischen Welt. An der Seite Bilgees, seines alten mongolischen Lehrers, trotzt er Schneestürmen und sengender Hitze, und er erhält Einblick in die alten Mythen und Traditionen des mongolischen Volkes. Vor allem aber macht Chen Zhen die Bekanntschaft mit den Wölfen, deren Klugheit und Mut die Mongolen von jeher fasziniert haben und bald verbindet ihn eine tiefe Liebe zu einem Wolfsjungen, das er aufzieht. Doch dann kündigt sich Unheil an, denn als die Chinesen das wirtschaftliche Potenzial der mongolischen Steppe wittern, drohen Profitgier und blinder Fortschrittsglaube das Jahrhunderte währende Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur zu zerstören
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Jiang Rong: Der Zorn der Wölfe - Informationen und Leseprobe beim Goldmann Verlag
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 19.03.2009
Als "ein großes, ein grausames, ein problematisches Buch" würdigt Rezensent Ludger Lütkehaus diesen Roman Jiang Rongs, der in China ein Riesen-Bestseller ist. In der autobiografisch gefärbten Geschichte um einen chinesischen Oberschüler, der Ende der 1960er Jahre in die Mongolei geschickt wird, wo er das Leben der Nomaden kennenlernt, geht es für Lütkehaus auch um den Kampf zweier Kulturen, um den uralten Konflikt zwischen Nomaden und Sesshaften und um die Zerstörung eines bisher intakten Ökosystems durch technokratische chinesische Kommunisten. Er preist das erzählerische Können des Autors, lobt den Roman als durchgehend spannend, stellenweise "atemberaubend" erzählt, als "symbolstark" und "bilderreich". Andererseits scheint ihm der Ansatz, die ökologische Tragödie aus der Sicht einer individuellen Tiergeschichte - der Oberschüler zieht einen Wolf auf - zu erzählen, nicht glücklich. Problematisch findet er auch den vitalistischen Grundzug des Romans, seine Feier der Triumphe einer grausamen Natur. Gleichwohl sieht er in Rong einen "Meister monströser Bilder, aus denen die blutige Wahrheit wie die grausame Schönheit der Natur sprechen".
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








