Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Englischen von Thorsten Schmidt. Die höchsten Gebäude, die mächtigsten Staudämme, die größten Flugzeuge und die innovativsten Mobiltelefone kommen schon heute nicht mehr aus den USA sondern aus Ländern wie Indien, China, Russland oder Brasilien. In seinem Buch zeigt Fareed Zakaria, was der rasante wirtschaftliche und politische Aufstieg dieser "anderen" Staaten für die gesamte westliche Welt bedeutet und gibt einen überraschenden Einblick in das postamerikanische Zeitalter.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Fareed Zakaria: Der Aufstieg der Anderen - Information und Leseprobe beim Siedler Verlag
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.02.2010
Den amerikanischen Marktoptimismus und die Gedankenlosigkeit in puncto Ressourcenveschwendung die aus diesem im Original bereits 2008 erschienenen Buch sprechen, hält Cord Aschenbrenner für einen Wermutstropfen. Ansonsten aber findet er, was der amerikanische Journalist Fareed Zakaria über die sich wandelnde Weltmachtrolle der USA schreibt, zwar nicht wahnsinnig überraschend, doch "durchaus sympathisch". Für Aschenbrenner liest sich das wie aus der Feder eines Liberalen, der die Außenpolitik der Regierung Obama entwirft. Clou der Analyse für ihn: Ökonomische und politische Global Player, wie Indien, China, Brasilien, werden zwar immer bedeutender, ideologisch gesehen jedoch bleibt amerikanische Macht nach wie vor sehr gefragt.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.08.2009
Nicht ganz schlau wird Rezensent Victor Mauer aus Fareed Zakarias Buch über den "Aufstieg der Anderen". Titel und Vorwort versprechen in seinen Augen eine Analyse des Niedergangs des amerikanischen Zeitalters sowie des Aufstiegs anderer staatlicher und nichtstaatlicher Akteure. Über letzteres hat er indes nicht besonders viel erfahren. Immerhin findet er zwei Kapitel über die Geschichte des Aufstiegs von China und Indien, die ihm wirklich profund, ja glänzend erscheinen. Dagegen kommen - für Mauer unverständlich - Brasilien, Russland, Südafrika und Indonesien, das integrierte Europa sowie der Einfluss nichtstaatlicher Akteure nicht vor. Was ihn allerdings am meisten verwundert, ist die Wendung, die die Analyse nimmt. Er spricht in diesem Zusammenhang von einer "anscheinend ganz und gar unfreiwillig-dialektischen Wende, die die These des Buches auf den Kopf stellt". Auf einmal nämlich präsentiere Zakaria das angeblich "postamerikanische Zeitalter" wieder als Ära, in der die globale Führungsrolle der USA unangetastet bleibt und von den meisten Ländern auch der Hegemonie einer regionalen Macht vorgezogen wird. Die Frage, warum Mächte aufsteigen und fallen, wird für Mauer nicht beantwortet.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.05.2009
Fareed Zakarias These vom Ende der amerikanischen Vorherrschaft in der Welt ist für den hier rezensierenden Politikwissenschaftler und Zeithistoriker Christian Hacke zwar keineswegs "neu". Dafür liefert der indischstämmige amerikanische Autor aber eine sehr differenzierte Argumentation und imponiert mit genauen Zahlen und Fakten, lobt der Rezensent. Mit der in den USA ausgelösten Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich auch die wirtschaftliche Vormachtsstellung zugunsten Chinas und Indiens verschoben, könne man bei Zakaria lesen. Trotz des anbrechenden "post-amerikanischen Zeitalters" aber hält der Autor die führende Stellung Amerikas, als "primus inter pares", unter veränderten Bedingungen für rettbar, erklärt der Rezensent. Die Chancen dafür sehe Zakaria im "klugen" politischen Agieren. Er hege zugleich die Hoffnung, der wirtschaftliche Aufstieg von China oder Indien könnte sogar positive Folgen haben, wenn sich die Staaten in einer neuen Weltordnung zur Kooperation und einem "freundlichen" Umgang miteinander entschließen. Spätestens hier ist Hacke dann aber doch etwas skeptisch, zumal sich der Autor seiner Ansicht nacht viel zu wenig mit den globalen Konflikten – Russland, Islam – auseinandersetzt. Aufschlussreich sei das Buch aber allemal, nicht zuletzt, weil Zakaria durchaus "selbstkritisch" über die USA schreibe. Am Ende träume Zakaria von einem post-amerikanischen Zeitalter "unter amerikanischer Führung". Das findet Hacke zwar widersprüchlich, aber doch auch reizvoll zu lesen.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 21.03.2009
Mit Gewinn hat Rezensent Robert Misik dieses Buch über das "postamerikanische Zeitalter" gelesen, das er auch als Versuch verstanden wissen will, "eine außenpolitische Doktrin für die Obama-Ära" zu schreiben. Auch findet er dessen Argumentation sehr überzeugend und stört sich auch nicht daran, dass die gegenwärtige Finanzkrise Fareed Zakarias Prognosen ein wenig "volatil" gemacht haben. Denn Zakaria sei kein Ökonom, vielmehr interessiere ihn die Mikrophysik der globalen Machtpolitik, die Misik denn auch höchst überzeugend beschrieben und dargestellt fand: in diesem Buch über eine anbrechende Ära, in der die USA nur noch Hegemon, aber keine Hypermacht mehr sei.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
- Politik China

- Politik Russland

- Bücher aus und über Russland, Erscheinungsjahr 2008 und 2009

- Globalisierung und Globalisierungskritik

- Amerikanische Politik aktuell

- Bücher aus und über Indien

- Politische Bücher Indien

- Politische Bücher 2009

- Soziologische Neuerscheinungen 2009

- Wirtschaftsbücher 2009

- China-Bücher 2009

Von Lesern empfohlene Bücher
Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich
Aus dem Isländischen von Benedikt Grabinski. Eine isländische Kindheitsgeschichte, die am Ende des Zweiten ...
Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael
Als bei den Olympischen Spielen in München im September 1972 elf israelische Sportler von einer palästinensischen ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







