Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Sonja Hauser und Susanne Hornfeck. Der chinesische Student Nan Wu und seine Frau Pingping entschließen sich im Sommer 1989, kurz nach den Ereignissen auf dem Platz des Himmlischen Friedens, in den USA zu bleiben und dort ein neues Leben zu beginnen. Es sollte nur ein Studienaufenthalt werden, doch mit jedem Jahr in den Staaten steigt die Wut auf die politischen Verhältnisse in der fernen Heimat. Endlich dürfen sie nun auch ihren sechsjährigen Sohn Taotao zu sich holen, der sich schnell an die neue Umgebung gewöhnt. Nan aber träumt davon, ein großer Dichter zu sein, und hat es wesentlich schwerer: Ihn plagen Schuldgefühle seiner Frau gegenüber, der er sich eher solidarisch als in Liebe verbunden fühlt, weil er seine Jugendfreundin Beina nicht vergessen kann; schwer wiegt auch die Verantwortung, seiner Familie ein sicheres Auskommen zu ermöglichen. Über zwölf Jahre begleiten wir Leser den Alltag der Familie Wu, ihr tägliches Ringen um Heimat, Liebe und Glück. Seite für Seite wachsen sie uns ans Herz, weil unsere eigenen Träume sich in den ihren spiegeln.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2009
Ariane Breyer schätzt Ha Jins Roman über chinesische Migranten in den USA. Im Mittelpunkt des umfangreichen Werks sieht sie die Geschichte des beschwerlichen Aufstiegs der Familie Wu, deren Hoffnungen und Enttäuschungen auf dem Weg zu einem soliden Mittelschichtsdasein. Die Lektüre des Romans findet Breyer bisweilen ähnlich mühsam wie das Leben der Wus, auch weil die Schreibweise des Autors sehr "emotionslos?, ja "dokumentarisch? ist. Sie attestiert Ha Jin geradezu eine "buchhalterischer Genauigkeit? beim Erzählen. Die Sprache scheint ihr hinter das Erzählte zurückzutreten, so dass der triste Alltag und die Nöte der Migrantenfamilie umso deutlicher zum Vorschein kommen.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.03.2009
Tilman Spengler stellt zwei Romane vor, die in seinen Augen das "Fremdsein in der chinesischen Gesellschaft" thematisieren. Ha Jin, der 1985 ins amerikanische Exil ging und heute Professor für englische Literatur in Boston ist, schildert in seinem auf Englisch verfassten Buch die Geschichte eines nordchinesischen Studenten, der in den USA ein China-Restaurant eröffnet und sich schließlich den Traum einer Dichter-Existenz erfüllt. Da die Kundschaft des Restaurants überwiegend aus Chinesen besteht, entsteht dort eine chinesische Gesellschaft, die nicht zuletzt auch die spezifischen Konflikte aus der Heimat ins amerikanische Exil holen, erklärt der Rezensent gefesselt. Da "Ein freies Leben" autobiografisch grundiert sei und zudem die Kochkunst eine zentrale Rolle spiele, sei der Roman gleichermaßen "Schlüssel"- wie "Schüsselroman", kalauert Spengler, der besonders die im Buch ausgeführte "Verwandlung und Umgestaltung einer kulturellen Identität" erhellend und fesselnd fand.
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Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








