Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Englischen von F. Mader und A. Wagner. Es klingt wie im Märchen: Eine mittellose Halbwaise, die im Hause eines gebildeten Onkels Obdach findet, zu einer gewandten jungen Frau heranwächst und dann in Paris Aufstieg und Fall Ludwigs XVI. erlebt. Doch Marie Tussaud, 1761 als Marie Grosholtz im elsässischen Straßburg geboren, hat Glück - und Geschick. 1789 muss die junge Wachsbildnerin, die schon Voltaire und Angehörige des hohen Adels porträtieren durfte, die Schrecken der Revolution mitansehen. Die Jakobiner zwingen sie, Totenmasken prominenter Opfer der Guillotine anzufertigen, doch sie selbst überlebt. Mit der Erbschaft ihres Onkels, einer Wachsfigurensammlung, macht sie sich 1802 auf den Weg nach England. Am Londoner Strand zeigt Madame Tussaud ihre erste Show mit den Berühmten der damaligen Welt.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.06.2009
Gelungen findet Helmut Mayer diese Biografie Madame Tussauds, die Kate Berridge vorgelegt hat. Auch wenn er einige der Legenden nacherzählt, die über die Gründerin des Wachsfigurenkabinetts im Umlauf waren, betont er doch die dürftige Quellenlage für die erste Hälfte ihres Lebens. Über diese Verlegenheit hilft sich die Autorin in seinen Augen geschickt hinweg, indem sie ausführlich das Pariser Leben am Ende des Ancien Regime und der Revolutionszeit schildert. Bei der Darstellung von Tussauds Zeit in England dann kann Berridge auf eine Fülle von Quellen und Literatur zurückgreifen. Mayer lobt die anschaulichen Schilderungen der englischen Verhältnisse in der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts und der zunehmenden Berühmtheit von Tussauds Wachsfigurenkabinett, das durch die lebensechten Figuren und brillanten Effekte schon damals eine Attraktion war. Besonders instruktiv scheinen Mayer die zahlreichen Details zur zeitgenössischen Populärkultur. Dass der Autorin gelegentlich "stilistische Ausrutscher?, fällt in seinen Augen darüber nicht allzu negativ ins Gewicht.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.03.2009
Eingenommen ist Manfred Schwarz für Kate Berridges Biografie Madame Tussauds (1761-1850), deren Wachsfigurenkabinett schon zu ihren Lebzeiten eine Attraktion war. Das Buch der englischen Journalisten zeichnet sich für ihn durch Scharfsinn und Unterhaltsamkeit aus. Deutlich wird für ihn die wichtige Rolle, die Tussauds Wachsfigurenkabinett bei der Entfaltung der populären Kultur spielte: "Schlüssellochblicke für Voyeure, Starkult und Freak-Show, Glamour und Grauen." Schwarz bescheinigt der Autorin, die Geschichte des Kabinetts kulturhistorisch höchst erhellend mit der Entwicklung der populären Kultur im vorrevoultionären Paris und dann im viktorianischen England zu verbinden. Die Person Tussaud bleibt in seinen Augen dagegen etwas vage, was für ihn zum einen mit der spärlichen Quellenlage, zum anderen mit deren emotionslosen, opportunistischen und geschäftstüchtigen Persönlichkeit zu tun hat.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








