Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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Klappentext
Aus dem Italienischen von Ursula Apitzsch, Peter Kammerer und Jeannette Salburg. Die Briefe, die Antonio Gramsci in den Jahren 1926-1937 aus dem Gefängnis geschrieben hat, gehören zu den großen Ereignissen der Literatur und Politik im 20. Jahrhundert. Der erste Band der Kritischen Ausgabe der "Gefängnisbriefe" umfasste die Korrespondenz mit seiner Frau Giulia Schucht. Von den 456 uns bekannten Briefen Gramscis war jedoch der größte Teil, insgesamt 239 Briefe, an die Schwägerin Tatjana Schucht gerichtet. Dieser Teil der Korrespondenz ist menschlich und politisch auf eine dramatische Weise höchst bedeutungsvoll, er dokumentiert Gramscis persönlichen, philosophischen und politischen Überlebenskampf unter den Bedingungen faschistischer und stalinistischer Zensur. Und doch wusste man lange nichts über die Briefe Tanja Schuchts an Gramsci. Sensationell war Aldo Natolis Fund von 1988, dass weit über 600 Briefe, die Tanja in den Jahren 1926 bis 1934 an Antonio schrieb, unentdeckt im Gramsci-Archiv lagen. Auf der Grundlage dieses Fundes gaben Aldo Natoli und Chiara Daniele 1997 beim italienischen Verlag Einaudi den kompletten Briefwechsel zwischen Antonio Gramsci und Tanja Schucht heraus. Auf dieser Edition beruht der vorliegende zweite Band der"Gefängnisbriefe", der den Briefwechsel der Jahre 1926 bis 1930 umfasst. Der dritte Band der"Gefängnisbriefe"wird die Zeitspanne zwischen 1931 und 1937 dokumentieren.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.02.2009
Henning Klüver begrüßt es besonders, dass mit dem Band "Gefängnisbriefe II" neben dem marxistischen Theoretiker und Philosophen nun auch der Mensch Antonio Gramsci sichtbar wird. Gramsci schrieb die Briefe an seine Schwägerin Tatjana Schucht, die als Vermittlerin zwischen ihm und seiner in Moskau lebenden Frau fungierte, und die wohl auch seine Zuneigung auf sich zog, erklärt der Rezensent. Klüver weist allerdings darauf hin, dass die Briefe im Wissen um die Zensur verfasst sind, die Persönlichkeit des Autors also weiterhin allenfalls "skizzenhaft" erscheint. Sehr erfreulich findet der Rezensent, dass die besondere Rolle Tatjanas, der er nicht nur Persönliches schrieb, sondern an die er auch seine Überlegungen zu politischen und philosophischen Fragen richtete, in den Briefen deutlich wird. Ebenfalls ein großes Lob ist ihm die Neubearbeitung des Kommentars wert, der besonders Gramscis Äußerungen zu "deutschen Themen" darlegt und sich dafür weniger als die italienische Ausgabe um einige "arg detaillierte" Erläuterungen zu italienischen Parteipersönlichkeiten schert.
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Uangenehm plausibel
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
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