Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Molly McCloskey

Schöne Veränderungen

Roman

Cover: Schöne Veränderungen

Steidl Verlag, Göttingen 2008
ISBN-10 3865217796
ISBN-13 9783865217790
Gebunden, 168 Seiten, 16,00 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Hans-Christian Oeser. Jude hat eine Verabredung mit ihrer Vergangenheit - sie wird ihren Vater wiedertreffen, der seiner Familie vor langer Zeit den Rücken gekehrt hat. Sie wird nach Oregon reisen und sich dabei Zeit lassen, Zeit, um sich erinnernd zu ihrem Vater und zu ihrer Kindheit zurückzutasten. Als seien sie beide gerade zufällig zur selben Zeit im selben entlegenen Winkel des Landes, so haben Vater und Tochter ihre Begegnung inszeniert. Zuviel steht auf dem Spiel. Jude hat die Abwesenheit ihres Vaters nie verwunden, und Henry erprobt gerade sein neues, nüchternes Leben. Jahrelang war der Ex-Baseball-Profi, dann Gelegenheitsjobber und Vollzeittrinker von Bar zu Bar, von Stadt zu Stadt gezogen und sich buchstäblich verlorengegangen

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.02.2009

Begeistert zeigt sich Bernadette Conrad von Molly McCloskeys Familienstudie "Schöne Veränderungen?. Die Geschichte um die Wiederannäherung eines Vaters und seiner Tochter, die sich zwölf Jahre nicht gesehen haben, ihre Sehnsucht nacheinander und ihre Versuche, sich gegenseitig loszuwerden, hat sie tief beeindruckt. Mit hohem Lob bedenkt sie die eindringliche Beschreibung des erstarrten Alkoholikerdaseins des Vaters als eine "Art brutale Ewigkeit?, in dem doch noch ein lebendiger Impuls möglich ist, so dass dieser mit dem Trinken aufhört. Der von Hans-Christian Oeser exzellent ins Deutsche übersetzte Roman ist für Conrad nicht nur sprachlich ein "Meisterwerk?. Großen Respekt zollt sie der Autorin auch für ihren Mut, den Roman in der "beängstigenden Zone Resignation? spielen zu lassen. McCloskey gelinge, was selten einem Buch gelingt, es ermögliche den "Blick ins Innerste?.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren