Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Karlheinz Stierle

Zeit und Werk

Prousts 'A la Recherche du Temps perdu' und Dantes 'Commedia'

Cover: Zeit und Werk

Carl Hanser Verlag, München 2008
ISBN-10 3446230742
ISBN-13 9783446230743
Gebunden, 272 Seiten, 21,50 EUR

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Klappentext

Was ist die Zeit? Die Frage nach dem Wesen der Zeit, die sich an der Schwelle der Neuzeit und zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf jeweils neue und dringliche Weise stellte, hat in zwei exemplarischen Werken Gestalt gewonnen: in Dantes "Göttlicher Komödie" und in Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit". Karlheinz Stierle hat diese Bücher neu gelesen und überraschende Korrespondenzen entdeckt, die er anhand zahlreicher Textbeispiele belegt - nicht nur für Kenner der beiden Werke.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.01.2009

In einer Doppelbesprechung zweier neuerer Bücher des Literaturwissenschaftlers Karlheinz Stierle geht Alexander Kosenina auf die drei Werke der Weltliteratur ein, denen Stierles komparatistisch angelegte Studien insbesondere gewidmet ist: Ovids "Metamorphosen", Dantes "Göttliche Komödie" und Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit". Allen drei ist eigen, so beruft sich Kosenina auf Stierle, dass sie das Erzählen bis an die Grenzen des Möglichen treiben, vollständige eigene Welten erschaffen, anstatt nur Ausschnitte einer Welt zu liefern, und auf jeweils unterschiedliche Weise individuelle Zeit in Ewigkeit verwandeln. Und das Staunen über Zeit und Ewigkeit ist auch, so berichtet Kosenina, der Ausgangspunkt dieser vergleichenden Zeitanalyse der "Commedia" und der "Recherche", die beide in einem "Triumph der Ewigkeit" enden: bei Dante in der göttlichen Ewigkeit jenseits der Zeit und bei Proust, der sich vielfach auf Dante beziehe, in einer "Kathedrale der Zeit" als "Reflexionsmedium seiner selbst". Beide Werke beziehen zudem den Leser mit ein und fordern von ihm wiederholte Lektüre. Und indem Stierle sie in eine "eindrucksvolle Korrespondenz und Konstellation" bringe, erschließen sich auf diese Weise auch "innere und äußere Bezüge" dieser beiden "Fabeln der Welt", befindet Kosenina beeindruckt.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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