Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Edmundo Desnoes

Erinnerungen an die Unterentwicklung

Roman

Cover: Erinnerungen an die Unterentwicklung

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2008
ISBN-10 3518224352
ISBN-13 9783518224359
Gebunden, 154 Seiten, 12,80 EUR

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Klappentext

Aus dem Spanischen von Gisbert Haefs. Kuba nach der Revolution: Der Erzähler Sergio ist nach Castros Sieg im Land geblieben, obwohl das Möbelgeschäft seiner Eltern enteignet wurde und die gesamte Familie die Insel in Richtung USA verlassen hat. Mit den Augen des Fremdgewordenen registriert er die Veränderungen bei sich und den anderen, und wie am lebenden Objekt seziert er seine Frauenbeziehungen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.01.2009

Grandios findet Maike Albath diesen Roman von Edmundo Desnoes, in dem ein unentschlossener Ich-Erzähler die kubanische Revolution und die Kubakrise zwischen Befreiung und Depression erlebt. Bereits 1965 im Original erschienen, wurde die Wirkung des Buches trotz positiver Reaktionen  - allerdings bezichtigte man ihn in Kuba des "bürgerlichen Idealismus" - durch die Verfilmung von 1968 durch Tomas Gutierrez Alea überdeckt, meint die Rezensentin. Besonders beeindruckt hat Albath, dass der kubanische Autor, der 1970 ins amerikanische Exil ging, in seinem autobiografisch getönten Roman weder Zuflucht im Magischen noch im Sozialistischen Realismus sucht, sondern sich faszinierend auf die Darstellung des höchst ambivalenten Innenlebens seiner Hauptfigur konzentriert. Und die Ambivalenz sei es doch gerade, was sowohl in der Literatur als auch in der Revolution fessle, so die Rezensentin gebannt.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren