Wie können Entwicklung und Migration so verbunden werden, dass sie den Entsendeländern, den Zuwanderungsländern und den Migranten selbst nützen? Diese Frage wird im vorliegenden Band von Rita Süssmuth, dem deutschen Mitglied der Global Commission der UN, und anderen Spezialisten beantwortet. Steuerung der Einwanderung durch Plan oder Markt, Migrationspolitik als bessere Entwicklungspolitik, Ärzte-Migration, transnationale Netzwerke, erfolgreiche Integrationsverläufe und Islamophobie sind die Einzelthemen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.01.2009
Durchwachsen findet Stefan Luft diesen von Dietrich Thränhardt herausgegebenen Band über "Entwicklung und Migration". Das Werk gibt in seinen Augen vor allem den "mainstream der Migrationsforschung" wieder. Zudem stellt er fest, dass zahlreiche Beiträge bereits an anderer Stelle veröffentlicht wurden. In der vorliegenden Zusammenstellung vermisst er besonders einen "inneren Zusammenhang". Einige Beiträge wie etwa Karin Weiss' Analyse der Beziehungen, die sich aus den Aufenthalten vietnamesischer Staatsangehöriger in der DDR entwickelt haben, oder Oliver Schmidtkes über die Einwanderungspolitik Kanadas scheine ihm informativ und erhellend, andere findet er weniger überzeugend. Die vier Beiträge, die sich mit der deutschen Integrationspolitik befassen, wertet er als die "schwächsten" des Bands. Schließlich moniert er, dass viele Beiträge die Behauptung eines akuten Fachkräftemangels in Deutschland kritiklos übernehmen.
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