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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Franco Supino

Das andere Leben

Roman

Cover: Das andere Leben

Rotpunktverlag, Zürich 2008
ISBN-10 3858693766
ISBN-13 9783858693761
Gebunden, 240 Seiten, 21,50 EUR

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Klappentext

Es ist still im Haus des Dramatikers. Die Ehefrau liegt im Spital, er und die Tochter verharren zwischen ihren Krankenbesuchen zu Hause in ihren Arbeitszimmern. Das Schlimmste scheint unausweichlich. Unverhofft zeigt sich durch die schwere Krankheit der geliebten Frau für den Dramatiker aber auch ein Ausweg. Ein Ausweg aus der Schaffenskrise, die ihn quält, seit seine Stücke aus politischen Gründen nur noch innerhalb der Schweizer Grenzen gespielt werden und seit er gezwungen ist, sein Geld mit Auftragswerken zu verdienen, die seinen Ruf als Künstler ruinieren. So macht er sich daran, die Schlussszene seines eigenen Lebens auszuarbeiten... Erzählt wird aus der Perspektive der Tochter, für die die Eltern Großes vorgesehen haben: Sie soll Künstlerin werden in Paris. Während die Tochter ihre Zeichnungen bereitlegt für die Pariser Kunstakademie - die Abreise vorerst aufschiebend -, lässt sie Vergangenes Revue passieren und reflektiert die Ereignisse in diesen letzten Tagen des Wartens. Im letztendlich scheiternden Dramatiker ist der Schriftsteller Cäsar von Arx (1895-1949) erkennbar.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 16.12.2008

Franco Supino hat für den als Künstler scheiternden Dramatiker seines Romans "Das andere Leben" deutlich erkennbar den Schweizer Festspieldramatiker Cäsar von Arx zum Vorbild genommen, erklärt Beatrice Eichmann-Leutenegger. Der Schweizer Autor erzählt darin - angelehnt an die Aufzeichnungen von Arx' Nachlassverwalter August Kamber - von einem einst gefeierten Dramatiker, der, über den eigenen schwindenden Ruhm erbittert, seine Tochter auf die Pariser Kunstakademie schickt, auf dass wenigstens sie als Künstlerin erfolgreich sei, fasst die Rezensentin zusammen. Für die begeisterte Rezensentin gewinnt der Roman besonders in der Ausformung der Vater-Tochter-Beziehung und dem Verhältnis der sich aufopfernden Ehefrau, die über die Unterstützung des Dramatikers das eigene Leben verpasst, an Allgemeingültigkeit. Sehr angetan ist die Rezensentin von der genauen Sprache und den lebendigen Schilderungen und besonders die Dialoge überzeugen sie als sehr "authentisch". Dass der Roman neben dem Scheitern eines Künstlerlebens aber die Beziehungen zwischen Vater und Tochter sowie Mann und Frau so sensibel in den Blick nimmt, beschert den Lesern die "schönsten" Passagen, beteuert Eichmann-Leutenegger.

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