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Klappentext
Es ist still im Haus des Dramatikers. Die Ehefrau liegt im Spital, er und die Tochter verharren zwischen ihren Krankenbesuchen zu Hause in ihren Arbeitszimmern. Das Schlimmste scheint unausweichlich. Unverhofft zeigt sich durch die schwere Krankheit der geliebten Frau für den Dramatiker aber auch ein Ausweg. Ein Ausweg aus der Schaffenskrise, die ihn quält, seit seine Stücke aus politischen Gründen nur noch innerhalb der Schweizer Grenzen gespielt werden und seit er gezwungen ist, sein Geld mit Auftragswerken zu verdienen, die seinen Ruf als Künstler ruinieren. So macht er sich daran, die Schlussszene seines eigenen Lebens auszuarbeiten... Erzählt wird aus der Perspektive der Tochter, für die die Eltern Großes vorgesehen haben: Sie soll Künstlerin werden in Paris. Während die Tochter ihre Zeichnungen bereitlegt für die Pariser Kunstakademie - die Abreise vorerst aufschiebend -, lässt sie Vergangenes Revue passieren und reflektiert die Ereignisse in diesen letzten Tagen des Wartens. Im letztendlich scheiternden Dramatiker ist der Schriftsteller Cäsar von Arx (1895-1949) erkennbar.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 16.12.2008
Franco Supino hat für den als Künstler scheiternden Dramatiker seines Romans "Das andere Leben" deutlich erkennbar den Schweizer Festspieldramatiker Cäsar von Arx zum Vorbild genommen, erklärt Beatrice Eichmann-Leutenegger. Der Schweizer Autor erzählt darin - angelehnt an die Aufzeichnungen von Arx' Nachlassverwalter August Kamber - von einem einst gefeierten Dramatiker, der, über den eigenen schwindenden Ruhm erbittert, seine Tochter auf die Pariser Kunstakademie schickt, auf dass wenigstens sie als Künstlerin erfolgreich sei, fasst die Rezensentin zusammen. Für die begeisterte Rezensentin gewinnt der Roman besonders in der Ausformung der Vater-Tochter-Beziehung und dem Verhältnis der sich aufopfernden Ehefrau, die über die Unterstützung des Dramatikers das eigene Leben verpasst, an Allgemeingültigkeit. Sehr angetan ist die Rezensentin von der genauen Sprache und den lebendigen Schilderungen und besonders die Dialoge überzeugen sie als sehr "authentisch". Dass der Roman neben dem Scheitern eines Künstlerlebens aber die Beziehungen zwischen Vater und Tochter sowie Mann und Frau so sensibel in den Blick nimmt, beschert den Lesern die "schönsten" Passagen, beteuert Eichmann-Leutenegger.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








