Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Gay Talese

Ehre deinen Vater

Cover: Ehre deinen Vater

Rogner und Bernhard Verlag, Berlin 2008
ISBN-10 3807710426
ISBN-13 9783807710426
Gebunden, 536 Seiten, 24,95 EUR

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Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Gunther Martin. 1971 veröffentlichte Gay Talese mit "Ehre deinen Vater" die erste Schilderung aus dem Inneren der Mafia. Es ist die Geschichte der Familie Bonnano, die in den sechziger Jahren die Unterwelt New Yorks dominierte. Taleses Erzählung beginnt an einem regnerischen Tag im Jahr 1964, als Bills Vater Joseph Bonnano spurlos verschwindet, sie schildert den "Bananenkrieg", eine brutale Fehde innerhalb der Mafia, und reicht zurück bis zu den Ursprüngen der Familie in den sizilianischen Bergen. Talese gelang es als erstem Außenstehenden, ein Vertrauensverhältnis zu einem Mafiaboss aufzubauen. Er begleitete ihn sechs Jahre lang, sprach mit den Mitgliedern des Clans und reiste bis nach Sizilien, um die Wurzeln seiner Charaktere zu erkunden.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.12.2008

Weil der New Journalism bei uns nie wirklich angekommen ist, muss sich Andrian Kreye mit den amerikanischen Originalen behelfen. Im Fall von Gay Taleses Mafiaepos "Ehre deinen Vater" kann er das Buch erstmals auf Deutsch lesen. Kreye staunt einmal mehr über die Vorzüge des New Journalism, die sich in Taleses Roman, als einem der furiosesten Beispiele des NJ, in Form eines enormen epischen Atems und der Intensität und Faktentreue einer Reportage niederschlagen. Der authentische, über Jahre hinweg an den Tatsachen geschulte Blick ins Innere des Mafiabosses Bonanno und die Fähigkeit, die recherchierten Fakten in die Wucht eines Roman zu verwandeln, machen das Buch für Kreye so lesenswert. Die Grenzen des Genres sind für Kreye immer dort spürbar, wo sich Redundanzen in den Text einschleichen und dem aufmerksamen Leser von dem Kraftakt erzählen, den es braucht, eine derartige Materialfülle mit einem roten Faden zu versehen.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren