Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Golo Maurer

August Grisebach

Kunsthistoriker in Deutschland

Cover: August Grisebach

Franz Philipp Rutzen Verlag, Ruhpolding 2007
ISBN-10 3938646276
ISBN-13 9783938646274
Kartoniert, 248 Seiten, 29,00 EUR

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Klappentext

Das Leben des deutschen Kunsthistorikers August Grisebach (1881-1950) fällt in die wohl dramatischste Epoche der deutschen Geschichte. Als Kunsthistoriker hat Grisebach, der 1901 in Berlin sein Studium begann, im Kaiserreich, in der Weimarer Republik, im Nationalsozialismus sowie in der jungen Bundesrepublik gearbeitet, und dies an so unterschiedlichen Orten wie Berlin, Breslau, Rom und Heidelberg.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.12.2008

Christine Tauber liest das Buch mit Gewinn. Wenngleich ihr nicht einleuchtet, wie der Band zu seinem Untertitel kommt und obwohl ihr August Grisebach als Kunsthistoriker von allenfalls durchschnittlicher Bedeutung bekannt ist. Wie das? Es ist die Person Grisebach, der Mensch und dessen intellektueller wie künstlerischer Werdegang, von Golo Maurer, wie Tauber zu verstehen gibt, hoch spannend und lesbar präsentiert, der es der Rezensentin angetan hat. Aber auch die Methodenstreitigkeiten der Kollegen ("Wölfflin gegen Goldschmidt") und das vom Autor mit Leben gefüllte fachgeschichtliche Panorama Ende des 19. Jahrhunderts machen Tauber Eindruck. Die Einblicke in die damalige Hochschullandschaft inspirieren die Rezensentin zu aufschlussreichen Vergleichen mit heutigen Verhältnissen. Und wenn Maurer die Jahre 1933-1950 verhandelt und Grisebachs unbeugsame Haltung unter den Nazis zum Regimekonformismus eines Hubert Schrade ins Verhältnis setzt, erfährt sie, was "menschliche Miserabilität" ist.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren