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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Eugene Sue

Die Geheimnisse von Paris

Zwei Bände

Cover: Die Geheimnisse von Paris

Insel Verlag, Frankfurt am Main 2008
ISBN-10 3458350888
ISBN-13 9783458350880
Gebunden, 1976 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Französischen von Helmut Kossodo.  Paris 1838: Ein geheimnisvoller deutscher Herzog kämpft in den verrufensten Gegenden der Stadt für Gerechtigkeit, denn im Labyrinth der nächtlichen Gassen treiben so allerhand finstre Gestalten ihr Unwesen. Eugene Sue (1804 - 1857) gehört zu den meistgelesenen Autoren des 19. Jahrhunderts. "Die Geheimnisse von Paris" wurden bei Erscheinen 1843 schlagartig zum Bestseller.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 31.07.2009

Ganz hingerissen ist der Konstanzer Romanist und Autor bekannter Paris-Bücher Karlheinz Stierle von Eugene Sues Feuilletonroman "Geheimnisse von Paris", der nun in einer Neuauflage vorliegt. Das Werk ist für ihn der Prototyp dieses Genres, ein "unsterblicher Schmachtfetzen", der im Feuilleton des "Journal des Debats" 1842/43 täglich für neue Enthüllungen, Knalleffekte und Vorahnungen sorgte. Die Geschichte, die Sue erzählt, verwandelte für den damaligen Leser die "Erfahrung der modernen Großstadt Paris ins Wunderbare und Märchenhafte", berichtet Stierle. Doch auch der heutige Leser, sofern er eine gewisse "Kindlichkeitsbereitschaft" aufbringt, wird seines Erachtens seine Freude an den "Geheimnissen" haben. Er jedenfalls fühlte sich schnell hineingezogen in das "unglaubliche, nie langweilige, furiose Leseabenteuer". Dabei schätzt er den Autor als souveränen Erzähler, der den Leser mit einer Vielzahl von guten und bösen Figuren bekannt macht und ihn extreme Gefühle durchlaufen lässt. Stets werde der Leser mit dem Äußersten an Unschuld und Verworfenheit, Vornehmheit und Niedertracht, Schönheit und Hässlichkeit konfrontiert. Ein Wermutstropfen ist für Stierle allerdings, dass der Roman nicht neu übersetzt wurde. Die Übersetzung von Helmut Kossodos aus dem Jahr 1983 wirkt auf ihn schon etwas angestaubt. Zudem hätte er der Neuausgabe dieses Romans einen einführenden Essay zur Orientierung sowie einen Kommentar für die vielen historischen und zeitgenössischen Anspielungen gewünscht.

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 27.11.2008

Was für ein Buch! Rezensent Benedikt Erenz ist begeistert, denn dieses ?gewaltige Prosa-Melodram? von 1842/43 beinhaltet aus seiner Sicht ?praktisch alles? was im 19. Jahrhundert gut und gewichtig war, also Balzac, Hugo, Zola, Dickens und ?sogar ein bisschen Dostojewski?. Das Paris-Epos des 1804 geborenen französischen Schriftstellers Eugene Sue liege nun endlich wieder in deutscher Übersetzung vor, freut sich der Rezensent, den allein schon das Talent dieses Autors begeistert, mit wenigen Sätzen Räume und Straßen bauen zu können, die man nie wieder vergesse. Zwar sei die Handlung um den jungen deutschen Adeligen Rudolf verschlungen, doch der Autor lasse seinen Leser nie im Stich. Den Rezensenten begeistern auch Nebenfiguren von ?Dickens'scher Schärfe? und immer wieder Szenen, die für ihn schlicht ?grandiose Prosa? sind. Wer wolle, spüre den cinematografischen Geist dieses Romans noch in Döblins ?Berlin Alexanderplatz?, schreibt Erenz fast atemlos, der allerdings die Edition des epochalen Buchs recht lieblos findet: ohne Nachwort, ohne biografische Einführung zu Sue.

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Archiv: Bücherschauen

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11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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