Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Rita Monaldi, Francesco Sorti

Die Zweifel des Salai

Roman

Cover: Die Zweifel des Salai

Rowohlt Verlag, Reinbek 2008
ISBN-10 3463405229
ISBN-13 9783463405223
Gebunden, 507 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Italienischen von Annette Kopetzki. Rom im Frühjahr 1501: Der schöne Frauenheld Salai, ein dickköpfiger Dieb und Lügner, trifft mit seinem Stiefvater aus Florenz ein. Was dieser nicht weiß: Salai hat den Auftrag, ihn auszuspionieren und einen unbekannten Herrn aus Florenz auf dem Laufenden zu halten.Durch den blutigen Mord an einem päpstlichen Skribenten stoßen die beiden auf einen seltsamen Klub deutscher Prälaten, Bankiers und Literaten, der mit allerlei Fälschungen die größte Revolution aller Zeiten vorbereitet. Was Salai hier aufdeckt, war schon immer für alle sichtbar - aber niemand will davon wissen Eine allzu gefährliche Angelegenheit für den konfusen, unschlüssigen Stiefvater, der seine Zeit mit bizarren Erfindungen verschwendet: ein gewisser Leonardo da Vinci.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 27.11.2008

Für Rezensentin Hilal Sezgin sind Krimis längst die besseren historischen Romane, was ihr auch der neue Wurf des italienischen Autorenpaars aus der Zeit Leonardo da Vincis eindringlich bewiesen hat. Mit ?historischer Üppigkeit, Witz und Respektlosigkeit? hätten die Altphilologin und der Musikwissenschaftler darin über einen Ziehsohn des Renaissance-Künstlers geschrieben, der in eine Verschwörung gegen Borgiapapst Alexander VI. hineingezogen worden ist. Nicht nur die Geschichte selbst scheint außerordentlich gelungen, auch die Akribie, mit der die beiden Autoren ihre Fiktion historisch belegen, beeindruckt die Rezensentin sehr. Besonders die Schilderung Leonardos als ?eitler, alltagsuntauglicher Träumer?, dessen Konstruktionen sich mitunter als ebenso untauglich erweisen, sorgt für das gesteigerte Interesse der Rezensentin an diesem Roman, da sie hier einen Fall von ?Anti-Helden-Geschichtsschreibung? vorliegen sieht.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren