Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Michel Onfray

Die reine Freude am Sein

Wie man ohne Gott glücklich wird

Cover: Die reine Freude am Sein

Piper Verlag, München 2008
ISBN-10 3492051367
ISBN-13 9783492051361
Kartoniert, 270 Seiten, 16,90 EUR

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Klappentext

Seine Streitschrift wider die Religion "Wir brauchen keinen Gott" entfachte in Frankreich und Deutschland eine kontrovers geführte Debatte. Ausgehend von seinem persönlichen Schlüsselerlebnis, der Erziehung in einem Waisenhaus der Salesianer, lässt Michel Onfray in seinem neuen Buch die verneinenden Atheisten hinter sich und entwirft eine zeitgemäße Ethik für ein gelingendes Leben ohne Gott. Die Menschen sind verabredet auf das gemeinsame Ziel des größtmöglichen Glücks im Hier und Jetzt und die Vermeidung von Unlust und Leid. Von einer strahlenden Erotik zu wechselseitigem Lustgewinn bis zu einer "prometheischen Bioethik", in der jeder Eingriff in die Natur erlaubt ist, reicht sein fulminanter, Politik und Privates umspannender Gesellschaftsentwurf.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 29.11.2008

Eher unfroh ist Rezensent Rudolf Walther nach der Lektüre dieses Buchs über die Freude am Sein zurückgeblieben. Das hat im Wesentlichen mit der "intellektuellen Hochstapelei" und dem "Schwadronieren vom widerständigen Leben" zu tun, die der Rezensent dem Autor bei der Entwicklung seiner Argumentation vorwirft, und die für ihn am Ende in die reine Geschwätzigkeit führen. Dabei hat das Buch für ihn durchaus starke Momente, beispielsweise die beklemmenden Schilderungen einer Jugend in einem Waisenhaus mit sadistischen Mönchen, die Walther zufolge zur Ausgangssituation der hedonistisch orientierten Beweisführung wird, dass das Leben nichts als reine Freude am Sein zu sein habe, in deren Verlauf irgendwann auch die Bioethik eine undurchsichtige Rolle spiele. Doch da sich Michel Onfray dem Rezensenten hernach lediglich als wortgewaltiger "Meister im Ausschütten von Kindern aus allen erreichbaren Badewannen" erweist, kann das Buch ihn mit seiner ebenso rabiaten wie einfach-populistischen Logik nicht überzeugen.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren