Aus dem Französichen von Hainer Kober. Kurz nach dem russisch-georgischen Konflikt ist Jonathan Littell durch den südlichen Kaukasus gereist. Dort ist er den radikal entgegengesetzten Positionen der Akteure begegnet. Und er konnte sich ein Bild machen von jenem anderen Krieg, der den bewaffneten Konflikt überdauern wird: dem Krieg der Propaganda.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 27.11.2008
Sehr eingenommen ist Ina Hartwig von Jonathan Littells Reportage über den kurzen Krieg zwischen Russland und Georgien um Südossetien und Abchasien im August 2008. Sie begrüßt die Abwesenheit des allzu engagierten Tonfalls eines Bernard-Henri Levy sowie das Fehlen der ins "Pervers-Brutale übersteigerten Kunstphantasie", die Littell in seinem Roman "Die Wohlgesinnten" an den Tag legte. Das Gegenteil ist hier der Fall: Littells Reisetagebuch ist in ihren Augen "unprätentiös, kundig, erfahrungsgesättigt, differenziert". Zudem begrüßt sie, dass sich der Autor, der das Land mit einer Gruppe internationaler Journalisten besuchte, mit eindeutigen Urteilungen oder Schuldzuweisungen zurückhält. Ihr Fazit: ein "erstaunlicher Text".
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