Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Udo Di Fabio

Gewissen, Glaube, Religion

Wandelt sich die Religionsfreiheit?

Cover: Gewissen, Glaube, Religion

Berlin University Press, Berlin 2008
ISBN-10 3940432261
ISBN-13 9783940432261
Gebunden, 142 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

"Westliche Gesellschaften sind in eine Schweblage der Uneindeutigkeit geraten. Die Säkularisierung geht weiter, ebenso wie die Individualisierung der Lebensstile; zugleich mehren sich Rufe nach neuer Sittlichkeit und regt sich eine religiöse Suche nach Lebenssinn". Allerdings brechen auch überwunden geglaubte Muster des Fundamentalen wieder hervor, bei Frommen wie Agnostikern, kehren gescheiterte Rezepte der Wirklichkeitsflucht wieder. Die Gesellschaft verliert ein gutes Stück ihrer ideellen Mitte, sieht sich zerklüftet in parallele, aber sprachlos nebeneinander stehende Sozialräume. Wir stoßen wieder auf alte Fragen in neuen Zuspitzungen. Zu den Kinderkrankheiten der Aufklärung gehört die rigide Ablehnung der Religion. Man kann aber Glauben respektieren ohne ihn zu teilen, wenn man ein Bild unserer Kultur gewinnt, das mehr als nur eine Dimension besitzt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.2008

Wie die Bewerbung für eine Stelle am Bundesverfassungsgericht liest sich Patrick Bahners? ganzseitige Rezension des neuen Buches des konservativen Verfassungsrichters Udo di Fabio. Diese Besprechung ist auf gar keinen Fall unterkomplex. Worum es geht, ist noch relativ leicht gesagt: die Trennung von Kirche und Staat. Darum auch, dass, so di Fabio, eine definitiv unterkomplexe Aufklärung erster Ordnung - als deren Vertreterin tritt immerhin Justizministerin Brigitte Zypries auf - das Kind der Religion mit dem Bade der staatlich gewährten Religionsfreiheit auszuschütten droht, etwas vereinfachend, wenn nicht unterkomplex gesagt. Die von der Verfassung geforderte Neutralität bedeutet in Wahrheit, so di Fabio, dass der Staat seinen Bürgern auch und gerade die "Werteordnung des Grundgesetzes" nicht einfach so aufnötigen darf. Er braucht, dies der Geist eben dieser Ordnung, nicht stur Verfassungsgläubige, sondern "eine Pluralität von Bekenntnissen". Natürlich sind damit aber keine Fundamentalisten gemeint, sondern all jene, die ihren Glauben in Richtung rechtsstaatlicher Werte wenden und somit sowohl fundamental-religiösen wie auf der anderen Seite zivilreligiösen Anwandlungen wehren. Am Ende seiner Dissertation zu di Fabios Streitschrift gibt sich der Rezensent "begeistert": ob des vom Autor demonstrierten "Spaßes am Streit", seiner "Eloquenz" und "Klugheit" in der Verteidigung des Glaubens gegen seine allzu neutralitätsbeflissenen Verächter wie seine allzu strengen Verfechter.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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