Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Elias Canetti

Aufzeichnungen 1973-1984

Cover: Aufzeichnungen 1973-1984

Carl Hanser Verlag, München 1999
ISBN-10 3446197737
ISBN-13 9783446197732
Gebunden, 120 Seiten, 13,29 EUR

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Klappentext

In dem umfangreichen Werk von Elias Canetti nehmen seine Aufzeichnungen, die ihn sein ganzes Schriftstellerleben lang begleiteten, einen zentralen Platz ein. Hier findet sich in komprimierter Form all das, was sein Denken und seine großen Theaterstücke und Essays, seinen Roman "Die Blendung" und sein philosophisches Hauptwerk "Masse und Macht" bestimmte. Auf der anderen Seite aber findet sich in der kurzen, konzentrierten Form der Aufzeichnung vieles, was auch im Denken Canettis noch experimentierenden, forschenden Charakter hatte; gewagte Gedankensplitter zu Literatur und Philosophie, zur Geschichte und zum eigenen Leben.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 13.10.1999

So richtig aus der Deckung wagt sich Silvia Henke in ihrer Kritik nicht. "Eine wertvolle Sammlung von Einfällen" - das ist auch schon das Meinungsstärkste, was sie über Canettis Aufzeichnungen sagt. Sonst bleibt Henke in ihrer Besprechung im vorsichtigen, abwägenden Duktus einer Magisterarbeit, in der man sich keine subjektiven Urteile erlauben darf. So schreibt sie etwa: "Weil die Aphorismen in ihrer offenen Form nicht der Autorrede unterworfen sind, kann das schreibende Subjekt als Instanz der Erkenntnisgewinnung zurücktreten." Das macht nicht den Eindruck, als hätte Henke das Buch freiwillig gelesen. Ob sie jemandem die Aufzeichnungen empfehlen würde, erfährt man dabei leider auch nicht.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 12.10.1999

"Wenig Glanz" bescheinigt Martin Meyer diesem Band, den er in einer ausführlichen Rezension bespricht. Canetti zeige sich hier vor allem als "gequälter Geist", der in Selbstanklagen mit sich hadert und der von der Angst umgetrieben wird, dass nach seinem Tod womöglich nichts von ihm übrigbleiben wird. Und als jemand, der sich im Leben gegen alles und jeden verteidigen muss. "Ein Schriftsteller vor seinem Spiegel", mit einer Tendenz zu Selbstgesprächen, so Meyer. Darüber hinaus zeigt sich der Rezensent von Canettis Polemik, wie auch von dessen zornigen Ereiferungen in keinster Weise angetan: Scharfblick und Niveau lassen hier in den Augen Meyers zu wünschen übrig.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren