Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 09.02.2012, 20.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Tobias Moorstedt

Jeffersons Erben

Wie die digitalen Medien die Politik verändern

Cover: Jeffersons Erben

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2008
ISBN-10 3518125710
ISBN-13 9783518125717
Kartoniert, 165 Seiten, 9,00 EUR

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Klappentext

Die USA sind die älteste (Medien-)Demokratie der Welt. Franklin D. Roosevelt unterhielt sich in den dreißiger Jahren bei den "Fireside Chats" per Radio mit den Wählern, John F. Kennedy war der erste Präsident des TV-Zeitalters, 2008 kommt die nächste Medienrevolution: Barack Obama und John McCain kämpfen vor allem im Internet um Stimmen, werben auf MySpace und sammeln so Millionen an Spendengeldern und rekrutieren eine Armee von Graswurzelaktivisten. Tobias Moorstedt erkundet in seiner Reportage, wie die politische Software den demokratischen Prozess verändert. Er trifft junge Texaner, die durch das Netz mit liberalen Gedanken in Kontakt kommen, begleitet Bürgerjournalisten und spricht mit Internetstrategen und Bloggern - den Meinungsführern des 21. Jahrhunderts.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 01.11.2008

So lohnend wie aufschlussreich fand Rezensent Oliver Pohlisch die Lektüre dieser Untersuchung über die digitale Medienrevoltion, deren erster großer Nutzer und Nutznießer der demokratische Präsidentschaftskandidat Barak Obama ist. Denn sie zeigt ihm, wie dessen Wahlkampf den "surfenden Citoyen" für die demokratische Kampagne gewann und sogar für sich einspannte. Und damit gleichzeitig verkrustete Institutionen und Strukturen aufbrach. Gern ist der Rezensent dem Autor Tobias Moorstedt auch an die physischen Schauplätze der digitalen Medienrevolution gefolgt, zu einigen ihrer Protagonisten. Er freut sich an Moorstedts These, dass im Internet die Utopie der Brechtschen Radiotheorie umgesetzt sei. Und es gefällt dem Rezensenten, dass Moorstedt das von ihm beschriebene Phänomen nicht vorbehaltlos lobt, sondern auch Nachteile und Schattenseiten benennt. Als Schwachpunkt empfindet es Pohlisch jedoch, dass dabei die rechtsradikale, undemokratische Seite der Politisierung des Internets nur am Rande gestreift wird.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.10.2008

Wild und gefährdet soll sie sein, die Demokratie! Den polemischen Furor, mit dem Tobias Moorstedt sein eigenes Metier, den Zeitungsjournalismus, ins Museum schickt und die Medienrevolution in den USA als Renaissance des Politischen besingt, betrachtet Alexandra Kemmerer mit freundlichem Interesse. Sie folgt dem Autor auf seiner Reise durch die wahlkämpfenden Staaten, besucht mit ihm Kampagnenchefs, Spindoctors und Webmaster und theoretisiert mit ihm. Habermas, Putnam und vor allem Chantal Mouffe mit ihrem Plädoyer für mehr Leidenschaft in der Politik lassen Kemmerer diese Reiseimpressionen auch als kritische Selbstbetrachtung lesen. Moorstedts Beurteilung des politischen Europas ("öde Diskursdemokratie") und seine Zweifel an unserer diesbezüglichen Lernfähigkeit quittiert die Rezensentin allerdings mit der schlagenden Feststellung, bei diesem Buch handele es sich selbst um alteuropäischen Meinungsjournalismus. Exzellent und "herrlich unausgewogen".

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Archiv: Bücherschauen

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09.02.2012: Großes Ereignis: Peter Nadas' Jahrhundertroman "Parallelgeschichten" liegt vor und beendet damit das Sandkastenspiel der bürgerlichen Literatur. Die Zeit ist überwältigt. Auch Christian Krachts Roman "Imperium" über den Begründer eines Kokusnussreichs kommt bei ihr sehr gut an. Die FAZ liest Hanna Kralls Erinnerungen "Rosa Straußenfedern". Die NZZ lernt in Bernd Stieglers "Belichtete Augen" alles über die Wunder der Optografie. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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