Mit 39 Abbildungen. Frank Wedekind war nicht nur seinen Zeitgenossen ein Rätsel. Die Literaturwissenschaft tut sich bis heute schwer mit ihm und sieht ihn irgendwo zwischen Verklemmung und sexueller Obsession. Sein Enkel Anatol Regnier öffnet nun einen neuen Blick auf diesen zutiefst widersprüchlichen Menschen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.10.2008
Ganz schön schauerlich findet Thomas Karlauf die hier von Frank Wedekinds Enkel Anatol Regnier eröffnete Perspektive auf den Dichter der "Lulu". Dass es darin vor allem um die sexuelle Besessenheit Wedekinds geht, wird dem Rezensenten rasch klar. Damit erschließen sich ihm nicht nur neue Erkenntnisse die lebensnahe Gestalt des Lulu-Stoffes betreffend, sondern dank des auf Küchenpsychologie verzichtenden, dafür um so lebendiger und empathischer vorgehenden Biografen auch die Bekanntschaft mit Zeitkolorit und Nebenfiguren. Dass dabei Wedekinds literarische Bedeutung zu kurz kommt, scheint den Rezensenten nur wenig zu stören.
Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Judith Hermann: Ich möchte zurückgehen in der Zeit Judith Hermann folgt den Spuren ihres Großvaters, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS im polnischen Radom stationiert war. Sie verknüpft ihr Schreiben mit seiner… Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Robert Menasse: Die Lebensentscheidung Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.…