Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Malcolm Gladwell

Der Tipping Point

Wie kleine Dinge Großes bewirken

Cover: Der Tipping Point

Berlin Verlag, Berlin 2000
ISBN-10 3827002745
ISBN-13 9783827002747
Gebunden, 280 Seiten, 20,35 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Mit kleinen präzisen Eingriffen kann man die Strukturen einer Firma, den Erfolg einer Marke die Verbrechensrate in einer Großstadt das Verhalten der Menschen verändern. Das ist die Botschaft des Tipping Point, eines Buches, das viele unserer konventionellen Annahmen über das Verhalten von Menschen auf den Kopf stellt. In einer Reihe von Fallstudien stellt Malcolm Gladwell die Wirkungsweise des "Tipping Point" dar. Der "Tipping Point" ist jener magische Moment, wenn eine Idee, ein Trend, eine Mode oder ein soziales Verhalten eine Schwelle überschreitet, kippt und sich dann wie ein Flächenbrand ausbreitet. Wie kommt es dazu? Interessanter noch: Wie löst man diesen "Tipping Point" aus? Das ist eine Frage, die nicht nur Werbefachleute und Designer interessiert, sondern auch Politiker und Polizisten. Gladwell bezieht sich in seiner Argumentation auf die Epidemiologie: Ideen und Verhaltensweisen, sogar das Verbrechen, breiten sich so aus wie Ansteckungskrankheiten, und man kann sie auch auf analoge Art bekämpfen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.01.2001

Naja, hier redet sich ein Rezensent aber schön heraus. Die Kritik von Ernst Horst gleicht einem "Gemischtwarenladen", der vieles anbietet, aber nichts konkretisiert. Genau das unterstellt Horst dem Buch "Tipping Point". Gladwells Sammlung von Fallstudien über unerhörte, sich einer Linearität entziehende Begebenheiten, sei eben eine Aneinanderreihung überraschender Ereignisse. Mehr nicht. Außerdem stört den Rezensenten der englische Titel der deutschen Ausgabe. Ihm wären mindestens fünf passende deutsche Titel eingefallen, verkündet er, hält sich mit deren Nennung aber genauso zurück wie mit einer einigermaßen fundierten Kritik.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.08.2000

Gerald Sammet beschränkt sich in seiner Rezension weitgehend darauf, die Thesen des Autors zu referieren. Der `tipping point`, erklärt er, sei der Punkt, wo ein isoliertes Phänomen in einen Trend umschlägt, als Beispiel nenne Gladwell die Broken-Window-Theorie, wonach kleine Zeichen von Verwahrlosung - etwa zerbrochene Fensterscheiben, die nie repariert werden - zu einem epidemischen Anstieg der Kriminalität in einem Viertel führen. Sammet scheint diese Thesen recht überzeugend zu finden, jedenfalls empfiehlt er das Buch am Ende seiner Rezension unvermittelt als "Hausbuch gegen jede Art von Ratgeberliteratur".

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren